04 May 2026, 14:09

Moskaus neues Silikonfiguren-Museum bringt Geschichte hyperrealistisch zum Leben

Großer Raum in einem Museum mit zahlreichen Statuen und Skulpturen auf Sockeln, architektonischen Elementen wie Wänden, Säulen und Geländern, Deckenbeleuchtung und einigen Besuchern.

Moskaus neues Silikonfiguren-Museum bringt Geschichte hyperrealistisch zum Leben

Russlands erstes Silikonfiguren-Museum hat im Moskauer Sarjadje-Park eröffnet

Unter dem Namen „Historial. Die Sammlung“ präsentiert die Ausstellung lebensechte Skulpturen von 50 prägenden Persönlichkeiten der russischen Geschichte und modernen Kultur. Besucher können den unterirdischen Raum erkunden, der künftig um weitere Exponate erweitert werden soll.

Das Museum befindet sich zwölf Meter unter der Erde in der Parking Gallery des Sarjadje-Museums. Gestaltet wurde der Raum von Alexander Tomaschenko, der zuvor U-Bahn-Stationen entwarf und dem Ausstellungsbereich eine strukturierte, zugleich immersive Atmosphäre verlieh. Die Auswahl der ersten 50 Figuren basiert auf einer Umfrage des Russischen Meinungsforschungszentrums (WTsIOM) aus dem Jahr 2023.

Zu den ausgestellten Persönlichkeiten zählen historische Ikonen wie Peter der Große, Alexander Puschkin und Juri Gagarin, aber auch moderne Legenden wie der Sänger Wladimir Wyssozki und der Eishockey-Torwart Wladislaw Tretjak. Zeitgenössische Szenen – etwa Ballerinen bei einer Aufführung von „Schwanensee“ – runden die Ausstellung ab.

Die Herstellung der Figuren erforderte modernste Techniken: Spezialisten des Unternehmens Mosaika nutzten Silikon und maßgefertigte Augenprothesen, um eine verblüffende Realitätstreue zu erreichen. Künstliche Intelligenz half dabei, die exakten Proportionen der inneren Metallgerüste zu berechnen. Die Kostümdesignerin Oksana Schewtschenko fügte kreative Akzente hinzu, indem sie historische und moderne Elemente verband – etwa bei Nikolai Gogol, der mit einem Anzug und einem dramatischen Umhang gekleidet wurde.

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Die Ausstellung ist nun dauerhaft für die Öffentlichkeit zugänglich. Die Veranstalter haben Raum für Erweiterungen gelassen und planen, die Sammlung schrittweise um weitere Figuren zu ergänzen. Das Museum bietet eine neue, hyperrealistische Perspektive auf Russlands kulturelles und historisches Erbe.

Quelle