Neue Stromautobahn soll Windenergie von der Nordsee nach Hessen bringen
Paul SimonNeue Stromautobahn soll Windenergie von der Nordsee nach Hessen bringen
Deutschland plant eine weitere große Stromautobahn, um den Ausbau der erneuerbaren Energien voranzutreiben. Die geplante Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungsleitung (HGÜ) soll von Rastede an der Nordsee bis nach Bürstadt in Hessen verlaufen. Behörden zufolge ist die neue Verbindung entscheidend, um künftige Stromengpässe im Rhein-Main-Gebiet zu verhindern.
Der aktuelle Netzentwicklungsplan unterstreicht die Notwendigkeit einer weiteren Nord-Süd-HGÜ-Trasse, um Windstrom von der Nordsee in den Süden Deutschlands zu transportieren. Die bestehenden Korridore sind bereits überlastet, und ein Ausbau ist kaum noch realisierbar. Die Berechnungen der Regierung basieren auf dem Ziel, den Ausbau der erneuerbaren Energien zu beschleunigen.
Drei Nord-Süd-HGÜ-Projekte befinden sich derzeit in der Planung, ein viertes steckt noch in den Anfängen. Von den vier geplanten Verbindungen – SuedOstLink, SuedLink, Ultranet und HansaPowerBridge – werden zwei (SuedOstLink und Ultranet) bis März 2026 bereits gebaut. Die übrigen beiden (SuedLink und HansaPowerBridge) warten noch auf die Genehmigung.
Der Plan sieht zudem vor, bestehende Wechselstromverbindungen (AC) auszubauen oder neue zu errichten. Bürgerinnen, Bürger und lokale Behörden haben nun die Möglichkeit, Stellung zu den Vorschlägen zu nehmen.
Die neue HGÜ-Leitung soll die stabile Stromversorgung Süddeutschlands sichern. Ohne sie könnten sich die Engpässe im Rhein-Main-Gebiet mit dem wachsenden Anteil erneuerbarer Energien weiter verschärfen. Das Projekt ist Teil einer umfassenden Modernisierung des deutschen Stromnetzes.






