Offenbach senkt Energieverbrauch im Winter 2022 um über 35 Prozent
Offenbach hat seinen Energieverbrauch im Winter 2022 weit stärker gesenkt als erwartet. Nach dem Stopp der russischen Gaslieferungen infolge des Ukraine-Kriegs führte die Stadt strenge Maßnahmen ein, um die Wärme- und Stromversorgung in den kältesten Monaten zu sichern.
Dank dieser Bemühungen sank der Wärmebedarf in allen kommunalen und städtischen Gebäuden im letzten Quartal 2022 um 35,5 Prozent. Bis Ende Februar hatten einige Standorte ihren Verbrauch sogar um bis zu 43 Prozent reduziert. Allein die Rudolf-Koch-Schule verbrauchte 37 Prozent weniger Fernwärme, während die Albert-Schweitzer-Schule ihren Bedarf um 28 Prozent drosselte.
Besonders erfolgreich waren die Berufs- und Technikschulen: Sie übertrafen ihre ursprünglichen Einsparziele um 26 Prozent. An der Ernst-Reuter-Schule sank der Erdgasverbrauch für Heizzwecke um 30 Prozent, und am Standort Senefelderstraße des städtischen Versorgers brach der Gasverbrauch sogar um 43 Prozent ein.
Um diese Ergebnisse zu erreichen, begrenzte Offenbach die Bürotemperaturen auf 19°C und dimmte nachts die Straßenlaternen. Die meisten Einschränkungen wurden inzwischen aufgehoben. Allerdings bleibt die reduzierte nächtliche Beleuchtung erhalten, um weiterhin Energie zu sparen.
Die Maßnahmen der Stadt erwiesen sich als höchst wirksam – in vielen Bereichen wurde das ursprüngliche Einsparziel von 20 Prozent deutlich übertroffen. Offenbachs Vorgehen sicherte die stabile Energieversorgung über den gesamten Winter. Zwar sind die meisten Beschränkungen inzwischen Geschichte, doch einige zentrale Änderungen – wie die gedimmten Laternen – bleiben bestehen.






