Piers Morgan greift SXSW London an – und warnt vor gefährlichen Deepfakes
Philipp HuberPiers Morgan greift SXSW London an – und warnt vor gefährlichen Deepfakes
Piers Morgan hat sich gegen das SXSW London ausgesprochen, weil die Veranstaltung die Meinungsfreiheit nicht verteidigt habe, nachdem der politische Kommentator Cenk Uygur die Einreise nach Großbritannien verweigert worden war. Der Moderator äußerte zudem Frust über die Verbreitung von KI-generierten Deepfakes, die ihn im Internet nachahmen. Seine Bedenken kommen zu einer Zeit, in der das Vertrauen in digitale Inhalte zunehmend schwindet.
Morgan kritisierte das SXSW London dafür, dass es Uygur nicht öffentlich unterstützt habe. Dieser war gemeinsam mit seinem Neffen Hasan Piker an der Einreise gehindert worden – mit der Begründung, ihre Anwesenheit sei möglicherweise „nicht förderlich für das öffentliche Wohl“. Die Veranstalter präzisierten später ihre Position und betonten, sie stünden hinter Morgans Recht auf freie Meinungsäußerung – selbst wenn sich diese gegen sie richte. Das SXSW London unterstrich sein Anliegen, vielfältige Stimmen zusammenzubringen, und verwies auf über 800 Redner, Künstler und Vorführungen im Programm.
Morgan gab zu, von der Schweigsamkeit des Festivals zu Uygurs Einreiseverbot „etwas enttäuscht“ zu sein. Gleichzeitig verurteilte er wiederholt die Zunahme von Deepfake-Videos, in denen sein Abbild zu sehen ist – oft als Imitation seiner Sendung Uncensored. Selbst seine Mutter habe ein solches Video angeblich nicht als Fälschung erkannt, was zeigt, wie überzeugend KI-generierte Inhalte mittlerweile wirken können.
Das Problem beschränkt sich nicht auf Morgan. Die Sängerin Katherine Jenkins erklärte, sie traue Videos auf Plattformen wie TikTok kaum noch, aus Angst vor Manipulation durch Deepfakes. Trotz der wachsenden Herausforderung zeigt sich Morgan jedoch überzeugt von seinen eigenen Überzeugungskünsten – er behaupte, er würde in einer Diskussion sogar die KI übertrumpfen.
Das SXSW London bekräftigt zwar sein Engagement für vielfältige Perspektiven, doch die Reaktion auf Uygurs Einreiseverbot steht in der Kritik. Morgans Erfahrungen mit Deepfakes verdeutlichen die größeren Sorgen vor digitaler Täuschung, die sowohl Prominente als auch normale Nutzer betreffen. Die Debatte über Meinungsfreiheit und KI-generierte Inhalte zeigt keine Anzeichen einer Beruhigung.






