17 March 2026, 10:05

Rhein und Söder besuchen älteste Brauerei Hessens – KMU in der Krise

Ein detailliertes historisches Plakat der ersten Grafschaft Tirol-Karte, das geografische Merkmale wie Flüsse, Berge und Städte zeigt, begleitet von erklärendem Text.

Rhein und Söder besuchen älteste Brauerei Hessens – KMU in der Krise

Die Ministerpräsidenten von Hessen und Bayern haben die Bedeutung von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) für die deutsche Wirtschaft betont. Boris Rhein und Markus Söder besuchten die Glaabsbräu, die älteste Brauerei Südhessens, um über die Herausforderungen für die Wirtschaft zu sprechen. Ihr Besuch erfolgte zu einer Zeit, in der viele KMU mit steigenden Kosten und schwachem Wirtschaftswachstum kämpfen.

Während ihres Treffens hoben Rhein und Söder hervor, dass KMU das "Rückgrat der Wirtschaft" bilden. Diese Unternehmen treiben Innovationen voran und stärken die regionalen Gemeinschaften, so Rhein. Er forderte zudem, Deutschland müsse sein "Vertrauen in den Fortschritt wiederentdecken", um Unternehmen durch die schwierige wirtschaftliche Lage zu helfen.

Die Braubranche leidet – wie viele andere Sektoren – unter den Folgen der Pandemie-Lockdowns und explodierenden Energiepreisen. Seit Beginn des Ukraine-Kriegs 2022 belasten die Energiekosten besonders energieintensive Industrien. Die Chemie-, Elektronik- und Maschinenbauunternehmen verzeichneten deutliche Rückgänge, einige verloren mehr als 50 % ihrer Wettbewerbsfähigkeit. Bis Ende 2025 könnten 36,6 % der deutschen KMU hinter nicht-europäischen Konkurrenten zurückliegen – die schlechteste Bilanz seit 31 Jahren.

Auch die Exporte gingen zurück und sanken in den letzten Jahren um 0,4 %. Durch Sanktionen brachen die Handelsbeziehungen mit Russland 2025 um 13 % und mit Belarus um 63 % ein. Schwaches Produktionswachstum und hohe Energiekosten belasten die Wirtschaft weiterhin. Allerdings könnten staatliche Investitionen in Verteidigung und Infrastruktur ab 2026 die Erholung unterstützen.

Söder betonte die enge Verbindung zwischen Hessen und Bayern und erklärte, dass ihre gemeinsamen wirtschaftlichen Prioritäten Deutschland insgesamt stärken. Beide Politiker waren sich einig, dass die Förderung von KMU entscheidend für das künftige Wachstum bleibt.

Der Besuch bei Glaabsbräu unterstrich die Belastungen, denen deutsche KMU ausgesetzt sind – von Energiekrisen bis zu rückläufigen Exporten. Trotz der anhaltenden Herausforderungen könnten staatliche Investitionen und regionale Zusammenarbeit dazu beitragen, die Wirtschaft zu stabilisieren. Die Gespräche der Ministerpräsidenten zeigen, dass weiterhin Anstrengungen unternommen werden, um Unternehmen in schwierigen Zeiten zu unterstützen.

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