Schweitzer kämpft um SPD-Macht in Rheinland-Pfalz vor knapper Landtagswahl
Philipp HuberSchweitzer: SPD soll lenken, nicht nur mitfahren - Schweitzer kämpft um SPD-Macht in Rheinland-Pfalz vor knapper Landtagswahl
Alexander Schweitzer, Spitzenkandidat der SPD in Rheinland-Pfalz, hat vor der Landtagswahl noch einmal kräftig mobilgemacht. Bei einer Kundgebung in Landau erhielt er Rückendeckung von den früheren SPD-Ministerpräsidenten Malu Dreyer, Kurt Beck und Rudolf Scharping. Das Rennen bleibt knapp – Umfragen zeigen ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen SPD und CDU.
Die SPD regiert in Rheinland-Pfalz seit 1991, oft in Ampelkoalitionen mit Grünen und FDP. 2021 holte die Partei 35,7 Prozent der Stimmen, deutlich vor der CDU mit 27,7 Prozent. Aktuelle Umfragen deuten jedoch darauf hin, dass sich der Vorsprung verringert hat: Beide Parteien liegen nun bei rund 30 Prozent oder darunter.
Schweitzer betont seine Führungserfahrung und zieht Parallelen zu seiner Kindheit auf einem Binnenschiff. Er bestehe darauf, "am Steuer" zu bleiben, statt eine passive Rolle einzunehmen. Zwar schließt er eine große Koalition nicht aus, macht aber klar, dass er nicht unter einer CDU-geführten Regierung dienen werde.
Sein Wahlkampf konzentriert sich darauf, die SPD-Dominanz zu wahren, auch wenn er Koalitionsgespräche nicht ausschließt. Die Unterstützung durch frühere Spitzenpolitiker wie Dreyer und Beck unterstreicht den langjährigen Einfluss seiner Partei in der Region.
Die Wahl am 22. März 2026 wird entscheiden, ob die SPD ihre 35-jährige Regierungszeit in Rheinland-Pfalz verlängern kann. Schweitzers Haltung zu Führung und Koalitionsoptionen bereitet die Bühne für mögliche Verhandlungen. Das Ergebnis könnte eine Wende in der politischen Landschaft des Landes nach Jahrzehnten der SPD-Vorherrschaft einläuten.






