07 May 2026, 06:04

Shitstorm um Jisoo: Warum ein Modedesigner die Blackpink-Fans gegen sich aufbrachte

Zwei Männer in Anzügen, die in einer Zeitung mit der Überschrift "Grazer Musiker" vom März 2012 lächeln.

Shitstorm um Jisoo: Warum ein Modedesigner die Blackpink-Fans gegen sich aufbrachte

Belgischer Modedesigner löst Shitstorm aus: Vorwurf gegen K-pop-Star Jisoo von Blackpink

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Der belgische Modedesigner Benjamin Voortmans hat kürzlich für Aufsehen gesorgt, indem er der K-pop-Sängerin Jisoo von Blackpink vorwarf, geliehene Kleidungsstücke nach einem Fotoshooting nicht zurückgegeben zu haben. Die Behauptung zog umgehend scharfe Kritik von ihrer hingebungsvollen Fangemeinde nach sich und unterstrich einmal mehr die immense Loyalität und den Einfluss der modernen Fankultur.

Voortmans hatte Jisoo zunächst namentlich genannt, um eine Reaktion ihres Teams zu provozieren – nicht als direkten Angriff. Später gab er zu, die Sängerin eigentlich zu mögen, und verurteilte die Hasskommentare, die ihr online entgegenbrandeten. Dennoch löste der Vorwurf eine heftige Abwehrreaktion der Fans aus, die ihre Idolin vehement verteidigten.

Für Susan Kresnicka, Gründerin von KR&I und des Fandom Institute, kam der Backlash nicht überraschend. Wie sie erklärte, neigen Fans dazu, ihren Stars zunächst blind zu vertrauen – bis unwiderlegbare Beweise sie zwingen, unangenehme Wahrheiten anzuerkennen. Parasoziale Beziehungen, bei denen Fans eine tiefe emotionale Bindung zu Prominenten aufbauen, treiben nicht nur Engagement, sondern auch Konsumausgaben an und machen Fankulturen zu einer mächtigen Kraft in der heutigen Popkultur.

Voortmans hatte zunächst einem Interview mit WWD zugestimmt, lehnte später jedoch ab und erklärte, die Angelegenheit werde intern geklärt. Branchenexperten zufolge unterschätzen kleinere Akteure wie unabhängige Designer oft die viralen Reaktionen, mit denen Großkonzerne bei der Zusammenarbeit mit hochkarätigen Fankulturen längst rechnen.

Der Vorfall wirft zudem Fragen nach einer zunehmenden Kommerzialisierung auf. Marken müssen vorsichtig agieren, wenn sie Fankulturen vermarkten – zu starke Ausbeutung kann zu Gegenreaktionen führen und die Machtverhältnisse in diesen Beziehungen infrage stellen. Jisoo, die mit 80 Millionen Followern auf Instagram über eine der größten und engagiertesten Fanbasen im K-pop verfügt, zeigt exemplarisch, wie schnell sich Fankulturen mobilisieren, um ihre Idole zu verteidigen. Die Affäre dient als Mahnmal für die Risiken, die Marken und Einzelpersonen eingehen, wenn sie es mit hoch emotionalisierten Fangemeinschaften zu tun bekommen.

Quelle