28 March 2026, 16:03

Sieben Zentimeter zu kurz: Frankfurter Schule zahlt 13.700 Euro pro Woche für Wachen

Treppe mit Geländer.

Sieben Zentimeter zu kurz: Frankfurter Schule zahlt 13.700 Euro pro Woche für Wachen

Ein 100 Jahre altes Geländer an Frankfurts Frauenhofschule löst teure Sicherheitsmaßnahme aus

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Ein historisches Treppengeländer, das lediglich sieben Zentimeter zu kurz ist, sorgt an der Frankfurter Frauenhofschule für einen kostspieligen Großeinsatz. Weil die Halterung nicht den aktuellen Sicherheitsvorschriften entspricht, müssen rund um die Uhr Wachleute im Treppenhaus postiert werden – auf Kosten der Stadt, die betont, sich strikt an die Regeln halten zu müssen, selbst wenn dies hohe Ausgaben verursacht.

Entdeckt wurde das Problem bei einer Routineprüfung im März 2026. Dabei stellte sich heraus, dass das Geländer nur 103 Zentimeter misst – und damit unter dem in den Muster-Richtlinien für Schulbauten von 2009 festgelegten Mindestmaß von 110 Zentimetern liegt. Obwohl es in einem Jahrhundert nie zu Unfällen gekommen ist, sind seit Montag zwölf Sicherheitskräfte im Einsatz, was die Stadt wöchentlich etwa 13.700 Euro kostet.

Die kommissarische Schulleiterin zeigte sich überrascht und verärgert über die Situation. Der Einsatz werde voraussichtlich noch zwei bis vier Wochen andauern, bis eine Lösung gefunden sei. Bei einem Termin am Montag soll entschieden werden, wie das Geländer nachgebessert oder ersetzt wird.

Auch während der Osterferien bleibt die Bewachung bestehen, wenn auch mit möglicherweise geringeren Kosten, da weniger Schüler anwesend sind. Die Stadt beharrt darauf, keine andere Wahl zu haben, als die Vorschriften einzuhalten – unabhängig von den entstehenden Ausgaben.

Das Geländer, das einst als regelkonform galt, zwingt die Schule nun zu teuren Übergangsmaßnahmen. Die Wachen bleiben so lange im Einsatz, bis das Problem behoben ist; die laufenden Kosten trägt die Stadt. Die endgültige Entscheidung über die Sanierung fällt nach der Vor-Ort-Besprechung am Montag.

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