SkF schließt Braunschweiger Beratungsstelle nach über 100 Jahren Betrieb
Philipp HuberSkF schließt Braunschweiger Beratungsstelle nach über 100 Jahren Betrieb
Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) schließt Beratungsstelle in Braunschweig Ende des Monats
Die Braunschweiger Beratungsstelle des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF) wird nach über einhundert Jahren Betrieb Ende des Monats ihre Türen schließen. Finanzielle Zwänge haben die Schließung erzwungen. Allein im vergangenen Jahr nutzten fast 330 Frauen und Familien die Angebote der Einrichtung.
Von der Schließung betroffen sind sämtliche SkF-Programme in der Stadt. Dazu zählen Schwangerschafts- und Familienberatung sowie Projekte wie „Elternsein üben mit Babysimulatoren“ und „Frühe Hilfen". Im Stadtteil Westlicher Ring nahmen im letzten Jahr zudem 89 Familien an präventiven Eltern-Kind-Gruppen teil.
Die Schwangerschaftsberatung wird ab dem 1. Juli vom Caritasverband übernommen. Der Service bleibt unter der bisherigen Adresse in der Kasernenstraße 30 erhalten. Auch Karen Vogel, die scheidende Geschäftsführerin, wird in Teilzeit für den neuen Träger weiterarbeiten. Klientinnen können weiterhin unter der bekannten Rufnummer 0531/380 08-37 Termine mit ihr vereinbaren.
Für die übrigen Angebote konnten bisher keine neuen Träger gefunden werden. Der SkF dankte lokalen Förderern wie der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz und der Stiftung Großes Waisenhaus für ihre langjährige Unterstützung.
Die Braunschweiger SkF-Geschäftsstelle wird wie geplant aufgelöst. Der Übergang stellt sicher, dass die Schwangerschaftsberatung nahtlos weitergeführt wird. Andere Dienstleistungen werden jedoch eingestellt – sofern sich nicht kurzfristig alternative Lösungen ergeben.
