04 April 2026, 08:05

SPD-Politikerin Rasha Nasr diskutiert Apothekenreform in Dresden mit lokalen Apothekern

Plakat mit dem Titel "Reduzierung der Arzneimittelkosten unter der Biden-Harris-Regierung" mit Text und Logo, das wahrscheinlich über die Reduzierung der Arzneimittelkosten unter der Regierung informiert.

SPD-Politikerin Rasha Nasr diskutiert Apothekenreform in Dresden mit lokalen Apothekern

Die SPD-Abgeordnete Rasha Nasr besuchte kürzlich die Knut-Apotheke in Dresden, um über die anstehende Apothekenreform zu sprechen. Im Gespräch mit dem Inhaber Michael Gäbe ging es vor allem um die finanziellen Belastungen, unter denen Apotheken stehen, und die Notwendigkeit einer faireren Vergütung. Nasr, die selbst keine fachliche Expertise in Gesundheitspolitik mitbringt, wollte sich vor den anstehenden parlamentarischen Debatten ein eigenes Bild von der Lage machen.

Während des Besuchs schilderte Gäbe die täglichen Herausforderungen, mit denen Apotheken konfrontiert sind – insbesondere die angespannte Finanzlage. Er betonte, dass ohne angemessene Anpassungen der Gebühren die Aufrechterhaltung einer hochwertigen Versorgung auf Dauer unmöglich werde. Apotheker seien oft die erste Anlaufstelle im Gesundheitswesen, verhinderten Medikationsfehler und entlasteten so Ärzte und Krankenhäuser.

Thema war auch die Rolle der Apotheken als Verbraucherschützer, die ihr pharmazeutisches Fachwissen verantwortungsvoll einsetzen. Gäbe fragte kritisch, wie hoch die Gesellschaft den Wert einer lokalen, persönlich erreichbaren Apotheke vor Ort eigentlich einschätze. Nasr hörte aufmerksam zu und versprach, die Anliegen nach Berlin zu tragen und den weiteren Reformprozess eng zu begleiten.

Ein zentraler Streitpunkt war die Vertretungsregelung für Pharmazeutisch-technische Assistenten (PTA), ein seit Langem diskutiertes Thema, das erstmals im PTA-Reformgesetz 2023 aufkam. Nach mehreren Verzögerungen wurde die Regelung schließlich Ende März 2026 im Rahmen des Apothekenwirtschaftlichkeitsgesetzes (ApoVWG) verabschiedet. Demnach dürfen PTA Apotheken bis zu 20 Tage im Jahr vertreten – in Blöcken von maximal zehn aufeinanderfolgenden Tagen und für höchstens fünf Jahre. Gäbe warnte jedoch, dass eine Ausweitung der PTA-Aufgaben ohne gleichzeitige Lösung des Fachkräftemangels die Versorgungsqualität und Patientensicherheit gefährden könnte.

Eine weitere wichtige Forderung war die Erhöhung der Packungszuschlagspauschale von 8,35 auf 9,50 Euro pro Medikament – eine Anpassung, die die Regierung zwar zugesagt hatte, die bis April 2026 jedoch noch nicht vollständig umgesetzt war. Zudem forderte Gäbe bessere wirtschaftliche Rahmenbedingungen, damit Apotheken mehr Verantwortung übernehmen können, ohne dabei in finanzielle Schieflage zu geraten.

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Nasr verließ das Gespräch mit einem besseren Verständnis für die Sorgen der Apotheker. Sie sicherte zu, ihre Argumente in Berlin vorzubringen. Der Ausgang der Reform wird entscheiden, ob Apotheken auch künftig finanziell stabil bleiben und gleichzeitig ihre unverzichtbare Rolle im Gesundheitswesen erfüllen können.

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