12 March 2026, 20:03

Stillgelegte Bahnstrecke zwischen Bad Schwalbach und Wiesbaden-Ost soll wiederbelebt werden

Ein altes Schwarz-Weiß-Foto einer Stadt mit einem Zug auf den Schienen, umgeben von Gebäuden, Bäumen, Pfählen und einem Zaun, mit Text unten.

Stillgelegte Bahnstrecke zwischen Bad Schwalbach und Wiesbaden-Ost soll wiederbelebt werden

Stillgelegte Bahnstrecke zwischen Bad Schwalbach und Wiesbaden-Ost soll reaktiviert werden

Jahre ehrenamtlichen Engagements und lokaler Fürsprache haben ein lang ersehntes Projekt an den Rand der Verwirklichung gebracht: die Wiederbelebung der seit langem stillgelegten Bahnstrecke zwischen Bad Schwalbach und Wiesbaden-Ost. Das hessische Verkehrsministerium bestätigt, dass die Deutsche Bahn bereit ist, den benötigten Abschnitt für die Reaktivierung zu verkaufen.

Den Anstoß zur Wiederinbetriebnahme gab der Verein Nassauische Touristik-Bahn gemeinsam mit unzähligen Freiwilligen. Ihr Einsatz hielt das innerstädtische Teilstück betriebsfähig – unterstützt von der Landeshauptstadt Wiesbaden. Ohne dieses Engagement wäre die Rückkehr des regulären Schienenverkehrs laut Behörden undenkbar gewesen.

Neue Haltepunkte und bessere Anbindungen Wiesbadens Verkehrsdezernent Andreas Kowol hat konkrete Pläne für neue Stationen vorgelegt: eine in Klarenthal sowie eine weitere an der Schiersteiner Straße. Letztere soll wichtige Umsteigeverbindungen nach Wiesbaden, in den Rheingau und nach Mainz bieten. Die Stadt hat ihre aktive Unterstützung zugesagt und wartet nun auf die endgültigen Genehmigungen des Landes.

Sobald die Strecke wieder in Betrieb ist, soll sich die Fahrzeit zwischen Bad Schwalbach und Wiesbaden-Ost auf etwa 30 Minuten verkürzen – deutlich schneller als mit dem Auto. Die Hessische Landesbahn wird voraussichtlich sowohl die Sanierung als auch den künftigen Betrieb übernehmen. Die Verkaufsverhandlungen für den Streckenabschnitt laufen bereits.

Entlastung für Straßen, Busse und Anwohner Die reaktivierte Verbindung verspricht, den Individual- und Busverkehr zu entlasten und den Zugang zu Arbeitsplätzen und Schulen zu verbessern. Gleichzeitig würde sie den Durchgangsverkehr in besiedelten Gebieten reduzieren und so die lokale Infrastruktur entlasten.

Nun kommt es auf die Entscheidungen der Landesbehörden an. Die Wiesbadener Verwaltung erwartet zügige Fortschritte. Bei einer Genehmigung wäre die Strecken-Reaktivierung der Höhepunkt jahrelanger Basisarbeit und lokaler Investitionen. Der schnellere, effizientere Service könnte den Alltagsverkehr für Tausende in der Region nachhaltig verändern.

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