Streit um Zukunft des Theater- und Konzertsaals: SG_zukunft wirft Studie Manipulation vor
Philipp HuberStreit um Zukunft des Theater- und Konzertsaals: SG_zukunft wirft Studie Manipulation vor
Die Initiative SG_zukunft hat scharfe Kritik an einer Szenariostudie zur Zukunft des städtischen Theater- und Konzertsaals geübt. Die Gruppe wirft der Untersuchung vor, entscheidende Faktoren zu ignorieren und nicht neutral zu sein. Zudem lehnt sie Pläne ab, das Gebäude für einen Neubau der Feuerwehr- und Rettungswache abzureißen.
Die Ratsfraktion bemängelt, dass zentrale Aspekte wie der graue CO₂-Fußabdruck und ein unter dem Gebäude liegender Bunker in der Studie keine Beachtung fanden. Diese sei mit einer vorgegebenen Agenda in Auftrag gegeben worden und stütze sich vor allem auf Daten der Stadtverwaltung und der Feuerwehr. Dadurch werde ihre Objektivität untergraben, so die Kritik.
SG_zukunft warnt zudem davor, den kulturellen Wert des Gebäudes rein nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu bewerten. Grundsätzlich sollten bestehende Kulturstätten erhalten bleiben, betont die Gruppe. Zudem gibt es Bedenken wegen möglicher Verkehrsbehinderungen, falls auf dem Gelände eine Feuerwache entsteht.
Auch die Kostenschätzungen für den öffentlichen Bau werden infrage gestellt. Als Beispiel wird die neue Feuerwache in Ohligs genannt, deren Baukosten um mehr als 20 Millionen Euro explodiert sind. Trotz der Vorbehalte wird die Studie am Montag der Öffentlichkeit präsentiert. In den kommenden Tagen beraten politische Gremien über die weitere Zukunft des Standorts.
SG_zukunft bleibt jedoch entschieden gegen einen Abriss des Theater- und Konzertsaals. Die Gruppe zweifelt sowohl an den aktuellen Plänen als auch an der Glaubwürdigkeit der Studie an. Nun muss der Stadtrat über die nächsten Schritte für das Gelände entscheiden.
