DGB: Rund 1.500 Teilnehmer bei der Aktionsaktion der Beamten - Tausende fordern höhere Löhne im hessischen öffentlichen Dienst
Rund 1.000 Beamte und Angestellte des öffentlichen Dienstes gingen diese Woche in Frankfurt auf die Straße, um höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen zu fordern. Die Proteste fallen in eine Phase, in der Gewerkschaften Gehaltserhöhungen entsprechend verfassungsrechtlicher Maßstäbe durchsetzen wollen – weitere Verhandlungen sind noch in diesem Monat geplant.
Die Kundgebung fand vor dem Hintergrund anhaltender Streitigkeiten über die Bezahlung im öffentlichen Sektor statt. Die Gewerkschaften verlangen eine 7-prozentige Lohnerhöhung für die 58.000 Landesbediensteten in Hessen, mindestens jedoch 300 Euro mehr pro Monat. Zudem bestehen sie auf gleiche und zeitgleich geltende Tarifverträge für Beamte und Angestellte im öffentlichen Dienst.
Der Protest folgt einem Urteil des Verwaltungsgerichts Kassel aus dem Jahr 2021, das feststellte, dass die Besoldung hessischer Beamter teilweise zu niedrig sei und gegen das Grundgesetz verstoße. In den vergangenen fünf Jahren stiegen die Gehälter in Hessen im Schnitt um 12,5 Prozent – und lagen damit hinter Bundesländern wie Bayern (+14,2 Prozent), Baden-Württemberg (+13,8 Prozent) und Nordrhein-Westfalen (+13,1 Prozent).
Michael Rudolph, Vorsitzender des DGB Hessen-Thüringen, betonte, der Freistaat müsse endlich handeln, um Löhne und Arbeitsbedingungen zu verbessern. Parallel zur Frankfurter Demonstration beteiligten sich rund 500 weitere Beschäftigte an einer Fotoaktion, um ihre Forderungen zu unterstreichen.
Die dritte Verhandlungsrunde zwischen Gewerkschaften und Landesregierung soll am 26. und 27. März fortgesetzt werden.
Die Proteste und die anstehenden Gespräche zeigen den wachsenden Druck auf die hessische Landesregierung, die Lohnfragen zu lösen. Sollten die Forderungen durchgesetzt werden, könnten sich die Gehälter für Zehntausende Beschäftigte im öffentlichen Dienst spürbar erhöhen. Das Verhandlungsergebnis wird entscheiden, ob weitere Maßnahmen folgen.






