21 March 2026, 14:04

Uli Hoeneß attackiert Veganismus – doch der Markt für Fleischersatz boomen lässt

Plakat mit Text, der auf bewusste Ernährung und Abfallreduzierung aufmerksam macht.

Uli Hoeneß attackiert Veganismus – doch der Markt für Fleischersatz boomen lässt

Der Trend zu pflanzlicher Ernährung breitet sich in Deutschland rasant aus. Immer mehr Menschen verzichten auf Fleisch und Milchprodukte – aus gesundheitlichen, ethischen und ökologischen Gründen. Doch nicht alle sind überzeugt: Der ehemalige Präsident des FC Bayern München, Uli Hoeneß, hat sich nun vehement gegen Veganismus ausgesprochen und ihn als langfristig schädlich bezeichnet.

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Seine Kritik kommt zu einer Zeit, in der der Markt für Fleischersatzprodukte stark wächst. Die Verkaufszahlen zeigen einen deutlichen Anstieg – die Produktion vegetarischer und veganer Alternativen hat sich seit 2019 verdoppelt.

Hoeneß, der selbst mit Herzproblemen und Bluthochdruck zu kämpfen hat, argumentiert, dass vegane Ernährung auf Dauer krank mache. Seine Äußerungen stehen im Kontrast zu zahlreichen wissenschaftlichen Studien, die einen Zusammenhang zwischen hohem Fleisch- und Milchkonsum und Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Diabetes Typ 2 belegen. Dennoch bleibt er skeptisch gegenüber pflanzlicher Kost.

Sein Familienbetrieb, die HoWe Wurstwaren, die heute von seinen Kindern geführt wird, produziert weiterhin traditionelle Fleischwaren. Gleichzeitig florieren die Konkurrenten im Pflanzenbereich: Der große vegane Wurstwaren-Hersteller Rügenwalder Mühle steigerte seinen Marktanteil bis 2025 auf 42,2 %. Auch die Marke LikeMeat konnte zulegen und erreichte 8 % Marktanteil. Insgesamt erzielte die deutsche Branche für pflanzliche Lebensmittel einen Umsatz von 14,96 Milliarden US-Dollar – das entspricht 3,79 % des weltweiten Marktes.

Bereits 2014 hatte der damalige Geschäftsführer von Rügenwalder Mühle Fleischwaren mit Zigaretten in Sachen Gesundheitsrisiken verglichen. Diese provokante Aussage spiegelte einen größeren Trend wider: Die Produktion von Fleischersatz stieg von 60.400 Tonnen im Jahr 2019 auf 121.600 Tonnen im Jahr 2023. Die Tierrechtsorganisation PETA lud Hoeneß sogar ein, ihr Programm "Veganstart" auszuprobieren – doch er wirft Veganern vor, ihre Ansichten zu militant zu vertreten.

Die Debatte um pflanzliche Ernährung reißt nicht ab. Während Hoeneß an seiner Kritik festhält, erzählen die Zahlen eine andere Geschichte: Immer mehr Verbraucher greifen zu Fleischalternativen, und der Markt wächst weiter. Seine eigenen gesundheitlichen Probleme stehen dabei im Widerspruch zu Studien, die naheliegen, dass pflanzliche Ernährung die Risiken einer fleischlastigen Kost verringern kann.

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