15 May 2026, 18:06

Vom Taxidepot zur Uni: Wie Angela Rogan Poker und Wissenschaft vereint

Geschäftskarte für 'Rich, Hooper & Son, Hop Merchants' in St John Street, London.

Vom Taxidepot zur Uni: Wie Angela Rogan Poker und Wissenschaft vereint

Angela Rogan hielt erstmals mit nur elf Jahren ein Pokerblatt in der Hand – in einem Taxidepot in Belfast. Jahrzehnte später ist sie eine seltene Erscheinung in der Szene: eine versierte Spielerin, die Hochrisiko-Tische mit Mutterschaft, akademischer Laufbahn und Widerstand gegen Sexismus vereinte.

Noch vor dem Poker-Boom der frühen 2000er-Jahre gehörte Rogan zu den wenigen Frauen, die in Großbritannien und Irland an Turnieren teilnahmen. Sie beherrschte bereits damals Dealer’s-Choice-Varianten wie Railroad, Southern Cross oder Big Heart Brag – lange bevor Texas Hold’em die Pokerwelt dominierte. Trotz Anfeindungen und Diskriminierung an den Tischen gab sie nicht auf.

Ihr Leben nahm eine andere Wendung, als sie sich vom Poker zurückzog, um vier Kinder unter fünf Jahren großzuziehen. Später kehrte sie in das Bildungssystem zurück, erwarb einen Bachelor-, einen Masterabschluss und schließlich eine Promotion. Heute unterrichtet sie an der Queen’s University Belfast in den Fächern Kriminologie, Soziologie, Medizinrecht und statistische Datenanalyse.

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Kürzlich feierte Rogan ein beeindruckendes Comeback am Pokertisch: Sie platzierte sich im Geld beim PartyPoker Tour Main Event und gewann das Ladies Event in Malta – mit Preisgeldern von über 10.000 Pfund. Zudem gibt sie ihr Wissen an ihren 18-jährigen Sohn weiter, der bei seinem ersten Turnier der Irish Poker Tour bereits 3.500 Pfund gewann.

Rogans Geschichte spannt sich über Jahrzehnte – von den Taxidepots Belfasts bis in universitäre Hörsäle und an internationale Pokertische. Ihre Erfolge, sowohl in der Wissenschaft als auch im Poker, zeugen von ihrem Durchhaltevermögen. Und der frühe Erfolg ihres Sohnes deutet darauf hin, dass die nächste Generation in ihre Fußstapfen treten könnte.

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