Wehrpflicht kehrt zurück: Was auf junge Männer in Deutschland jetzt zukommt
Greta WernerWehrpflicht kehrt zurück: Was auf junge Männer in Deutschland jetzt zukommt
Deutschland führt die Wehrpflicht wieder ein – ein Wendepunkt in der nationalen Verteidigungspolitik. Betroffen ist zunächst die Jahrgangsstufe der 2008 geborenen jungen Männer, die bald 18 Jahre alt werden. Dazu gehören Moritz Gericke und Nico Freudensprung, die sich erstmals seit Jahrzehnten mit der Aussicht auf eine mögliche Einberufung konfrontiert sehen.
Das neue System verlangt von allen Männern, die 2008 oder später geboren wurden, mit Vollendung des 18. Lebensjahres einen Online-Fragebogen auszufüllen. Dieser erfasst ihre Motivation und körperliche Fitness und liefert der Bundeswehr erste Daten. Je nach Antworten könnten einige zu persönlichen Eignungstests eingeladen werden – allerdings bedeutet dies nicht automatisch eine Einberufung.
Laut aktueller politischer Vorgaben bleibt der Dienst freiwillig. Eine zwangsweise Wehrpflicht würde erst greifen, falls die Bundeswehr ihre Rekrutierungsziele verfehlt. Ziel ist es, die Truppe auf 260.000 aktive Soldatinnen und Soldaten sowie 200.000 Reservisten zu vergrößern.
Doch viele junge Menschen zeigen wenig Interesse. Der eigentliche Zweck der militärischen Ausbildung – die Vorbereitung auf den Krieg – schreckt die meisten aus Gerickes und Freudensprungs Altersgruppe ab. Freudensprung schlug vor, dass eine bessere Bezahlung die Option für seine Generation attraktiver machen könnte.
Das wiederbelebte Wehrmodell beginnt zwar mit einem Fragebogen, doch die Einberufung bleibt vorerst das letzte Mittel. Werden die Rekrutierungsziele erreicht, könnte das System freiwillig bleiben. Fürs Erste stehen junge Männer wie Gericke und Freudensprung für die erste Generation, die sich in dieser neuen Phase der Landesverteidigung zurechtfinden muss.






