14 March 2026, 18:04

Wie ein Gemälde die legendäre Münchner Kneipe Schwabinger 7 vor dem Vergessen bewahrt

Ein detaillierter alter Stadtplan von München, Deutschland, auf schwarzem Hintergrund, der Straßen, Gebäude und Sehenswürdigkeiten zeigt.

Wie ein Gemälde die legendäre Münchner Kneipe Schwabinger 7 vor dem Vergessen bewahrt

Ein Stück Münchner Nachtlebensgeschichte hat in Bruckmühl eine neue Heimat gefunden. Die legendäre Kneipe Schwabinger 7, einst in der Feilitzschstraße 7 beheimatet, mag verschwunden sein – doch ihre Erinnerung lebt weiter in einem Kunstwerk des Malers Rupert Dorrer. Das von einer Wand des abgerissen Lokals inspirierte Gemälde wird nun dauerhaft in einer örtlichen Galerie ausgestellt.

Noch vor der Schließung des Schwabinger 7 verwandelte der Künstler Rupert Dorrer eine der Wände in ein Mixed-Media-Bild. Das 140 Zentimeter breite und 72 Zentimeter hohe Werk fängt den Geist der Kultkneipe ein. Später übertrug Dorrer eine Fotografie der Wand als mehrschichtiges Bild auf Holz und nannte es ein Symbol für Vergänglichkeit.

Das Originalkunstwerk wurde versteigert und von Denn's Biomarkt erworben, der heute an der Stelle der ehemaligen Bar ansässig ist. Das Gebäude selbst wurde unterdessen umgenutzt und beherbergt nun eine Filiale der Berliner Burgerkette Burgermeister – Teil der bundesweiten Expansion, die im März 2026 angekündigt wurde.

Dorrer hat sein Schwabinger 7-Gemälde nun als Dauerleihgabe der Galerie in Bruckmühl überlassen, wo er einen Großteil seines Lebenswerks schuf. Die Sammlung der Galerie umfasst 140 Werke aus dem Landkreis Rosenheim, die von 1875 bis heute reichen. Am Montag um 11 Uhr wird der wiedergewählte Bruckmühler Bürgermeister Richard Richter das Kunstwerk bei einer feierlichen Enthüllung präsentieren.

Obwohl die Kneipe nicht mehr existiert, lebt ihr Erbe weiter. Dorrer und Gerd "Manila" Waldhauser, der ehemalige Wirt, treffen sich noch immer mit alten Stammgästen im Grünen Eck in Schwabing.

Mit der dauerhaften Ausstellung in Bruckmühl bleibt das Schwabinger 7 Teil des kulturellen Gedächtnisses. Die Galerie bereichert ihre Sammlung um ein Stück Münchner Nachtlebensgeschichte, während das Gebäude, das einst die Bar beherbergte, unter neuen Mietern eine neue Bestimmung findet.

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