30 April 2026, 08:04

Wiesbaden enthüllt alarmierende Umfrage: LGBTQ+-Personen fühlen sich oft unsicher

Eine Frau in einem weißen Hemd hält ein Schild mit der Aufschrift "LGBTQ+ Lives Matter" vor einer Wand hoch, mit einem entschlossenen Gesichtsausdruck.

Wiesbaden enthüllt alarmierende Umfrage: LGBTQ+-Personen fühlen sich oft unsicher

Wiesbaden veröffentlicht Ergebnisse der ersten Umfrage zur Sicherheit von LGBTQ+-Personen in der Stadt

Über 200 Menschen haben an der Befragung teilgenommen und von Erfahrungen mit verbalen Beleidigungen, Drohungen und körperlichen Angriffen berichtet. Die Ergebnisse lösen Forderungen nach stärkerem Schutz und besserer Unterstützung für Betroffene aus.

Die Umfrage zeigt, dass sich viele LGBTQ+-Bürger:innen in bestimmten Stadtteilen Wiesbadens unsicher fühlen – darunter Teile der Innenstadt, das Westend, der Vorplatz des Hauptbahnhofs und Bushaltestellen. Zwar fühlten sich die meisten Befragten tagsüber sicher, doch sinkt das Sicherheitsgefühl am Abend deutlich.

Die Teilnehmer:innen schilderten Vorfälle von beschimpfenden Sprüchen über sexuelle Belästigung bis hin zu gewalttätigen Übergriffen. Viele Angriffe werden jedoch nicht angezeigt, da Unklarheit darüber besteht, wie die Polizei einzuschalten ist. Als Reaktion darauf kündigte das Polizeipäsidium Westhessen an, härter gegen Hasskriminalität vorzugehen. Zudem sollen spezielle Ansprechpartner:innen ernannt werden, die Opfern auf Augenhöhe zur Seite stehen.

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Bürgermeisterin Christiane Hinninger nahm die Ergebnisse der Umfrage zur Kenntnis und versprach gezielte Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit. Die Stadt plant, bestehende Initiativen zur Unterstützung von LGBTQ+-Personen auszubauen – etwa durch das Hissen der Regenbogenflagge und die Förderung des jährlichen Christopher-Street-Day-Umzugs.

Die Erhebung markiert einen ersten Schritt im Kampf gegen LGBTQ+-feindliche Gewalt in Wiesbaden. Mit neuen Maßnahmen wie speziell geschulten Polizeibeamt:innen und verbesserten Meldeverfahren soll das Vertrauen in der Community gestärkt werden. Nun geht es darum, konkrete Schritte für mehr Sicherheit im öffentlichen Raum für alle Bürger:innen umzusetzen.

Quelle