Wiesbaden feiert buntes PRIDE-Wochenende mit CSD-Höhepunkt und 40 Jahren AIDS-Hilfe
Greta WernerWiesbaden feiert buntes PRIDE-Wochenende mit CSD-Höhepunkt und 40 Jahren AIDS-Hilfe
Wiesbaden bereitet sich auf ein ausgedehntes PRIDE-Wochenende vor, das am 30. Juli mit dem Christopher-Street-Day-(CSD)-Umzug seinen Höhepunkt findet. Die Stadt nutzte die Gelegenheit, um das Engagement lokaler Akteur:innen für die Rechte von LGBTQ+-Personen zu würdigen: Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende und die stellvertretende Bürgermeisterin Christiane Hinninger ehrten bei der jährlichen Regenbogen-Empfang Aktivist:innen für ihren Einsatz.
Die diesjährigen Feierlichkeiten fallen mit dem 40-jährigen Jubiläum von AIDS-Hilfe Wiesbaden e.V. zusammen, einer Schlüsselinstitution im Kampf gegen Diskriminierung von Menschen mit HIV und AIDS.
Der CSD-Umzug startet um 13 Uhr am Warmen Damm, hinter dem Hessischen Staatstheater, unter dem Motto „Laut. Stolz. Unaufhaltsam. – Kein Schritt zurück!“ Im Vorfeld hatte die Stadt freiwillige Initiativen ins Rathaus eingeladen, um Netzwerke zu stärken und ihr Engagement zu würdigen.
Oberbürgermeister Mende betonte die Bedeutung des bürgerschaftlichen Engagements für Vielfalt und gegen Feindseligkeit. Die stellvertretende Bürgermeisterin Hinninger wies darauf hin, dass viele Betroffene von Gewalt oder Diskriminierung aufgrund ihrer sexuellen oder geschlechtlichen Identität solche Vorfälle oft nicht anzeigen. Eine aktuelle städtische Umfrage bestätigte, dass queere Menschen in Wiesbaden häufig abwertende Bemerkungen, verächtliche Blicke oder sogar Belästigungen im öffentlichen Raum erleben.
Um die Unterstützung zu verbessern, will die Stadt die Zusammenarbeit mit dem Polizeipräsidium Westhessen intensivieren. Ziel ist es, Hilfsangebote für Betroffene sichtbarer und zugänglicher zu gestalten. Der Regenbogen-Empfang am 22. Juli diente als Plattform, um die Arbeit lokaler Initiativen wie AIDS-Hilfe Wiesbaden e.V. zu würdigen, die seit vier Jahrzehnten Menschen mit HIV und AIDS begleitet.
Das PRIDE-Wochenende bietet ein buntes Programm mit Drag-Auftritten, Kundgebungen und familienfreundlichen Aktivitäten. Die Stadt setzt sich weiterhin mit öffentlichen Veranstaltungen und institutioneller Zusammenarbeit für die Bekämpfung von Diskriminierung und die Stärkung von LGBTQ+-Rechten ein. Die Organisator:innen hoffen, dass die Feierlichkeiten zu mehr Sichtbarkeit und Solidarität in der Community beitragen.






