Wiesbaden handelt: LSBT*IQ-Community fordert mehr Sicherheit nach besorgniserregender Umfrage
Julian HerrmannWiesbaden handelt: LSBT*IQ-Community fordert mehr Sicherheit nach besorgniserregender Umfrage
Über 200 Mitglieder der LSBT*IQ-Community in Wiesbaden haben in einer aktuellen Online-Umfrage ihre Alltagserfahrungen geteilt. Die Antworten zeigen Besorgnis über die Sicherheit in der Stadt: Zwar fühlen sich die meisten Befragten bei Tageslicht in öffentlichen Räumen sicher, doch wächst die Unsicherheit nachts – besonders im Stadtzentrum, im Westend-Viertel und rund um den Hauptbahnhof. Einige berichteten von sexueller Belästigung, verbalen Beleidigungen und körperlicher Gewalt. Viele dieser Vorfälle bleiben jedoch ungemeldet, da Betroffene oft am Verfahren zweifeln oder bezweifeln, dass Behörden überhaupt handeln.
Die Stadtverwaltung hat die Ergebnisse zur Kenntnis genommen und kündigte Maßnahmen an, um die Sichtbarkeit von Unterstützungsangeboten für die LSBT*IQ-Community zu verbessern. Dazu gehören eine engere Vernetzung lokaler Initiativen und eine intensivere Zusammenarbeit mit der Polizei. Gleichzeitig betonten die Verantwortlichen, dass Akzeptanz ein fortlaufender Prozess sei – und kein einmaliger Erfolg.
Die Umfrageergebnisse fallen in eine Phase, in der Wiesbaden Lücken in der Sicherheit und bei der Meldung von Vorfällen schließen will. Durch leichter zugängliche Hilfsangebote hofft die Stadt, Betroffene zum Melden zu ermutigen und die hohe Dunkelziffer bei Hassdelikten zu verringern.
Die Erhebung hat Wiesbaden zu konkreten Schritten für besseren Schutz und mehr Unterstützung veranlasst. Eine stärkere Kooperation mit der Polizei und transparente Meldewege sollen das Vertrauen in der LSBT*IQ-Community stärken. Die Behörden wollen die Fortschritte weiterhin begleiten – als Teil eines langfristigen Engagements für Vielfalt und Sicherheit.






