Wiesbaden leidet unter nächtlichen Autokorsos – wenn Feiern zur Lärmbelästigung werden
Paul SimonWiesbaden leidet unter nächtlichen Autokorsos – wenn Feiern zur Lärmbelästigung werden
Wiesbaden kämpft mit wiederkehrenden Lärmproblemen durch Autokorsos
Besonders nach Fußballspielen und Hochzeiten kommt es in Wiesbaden immer wieder zu übermäßigem Lärm durch Autokorsos, die Anwohner mit exzessivem Hupen während der Ruhezeiten und darüber hinaus stören.
Unnötiges Hupen ist in der Stadt bereits eine Ordnungswidrigkeit. Die Polizei kann Verwarnungen aussprechen – allerdings nur, wenn sie die Zuwiderhandlung selbst beobachtet. Die Bußgelder für missbräuchliches Hupen beginnen bei fünf Euro und steigen auf zehn Euro, wenn dadurch eine Belästigung entsteht.
Die offiziellen Ruhezeiten in Wiesbaden beginnen um 22 Uhr. Bei Großveranstaltungen wie Fußballturnieren können die Behörden sie jedoch ausweiten. Im Sommer sind Hochzeitskorsos die häufigste Ursache für Lärmbeschwerden.
In der Regel zeigt die Polizei bei Feiern wie der FIFA-Weltmeisterschaft Milde – vorausgesetzt, die Korsos verlaufen geordnet. Greift sie ein, dann vor allem, wenn das Verhalten gefährlich wird, etwa durch Blockieren von Straßen oder Gefährdung anderer. Nach Mitternacht hat der Schutz der öffentlichen Ruhe Vorrang vor dem Feierbedürfnis.
Betroffene Anwohner können Vorfälle melden, idealerweise während sie noch andauern. Die Regeln sind klar, doch ihre Durchsetzung hängt von der Anwesenheit der Polizei ab. Bei übermäßigem Hupen drohen Bußgelder, und bei Großveranstaltungen können verlängerte Ruhezeiten verhängt werden. Die Behörden setzen auf einen Ausgleich zwischen Feierfreude und dem Recht auf Ruhe – und schreiten nur ein, wenn es notwendig ist.
