03 May 2026, 00:09

Wolfenbüttel plant radikale Wärmewende bis 2040 ohne fossile Energien

Offenes Buch mit einer detaillierten Stadtkarten-Illustration auf seinen Seiten, begleitet von Text und Plänen.

Wolfenbüttel plant radikale Wärmewende bis 2040 ohne fossile Energien

Wolfenbüttel treibt ehrgeizige Wärmewende voran

Die Stadt Wolfenbüttel setzt ein ambitioniertes Vorhaben um: Bis 2040 soll die Wärmeversorgung komplett ohne fossile Brennstoffe auskommen und stattdessen auf erneuerbare Energien umgestellt werden. Ein detaillierter Entwurf der Strategie liegt nun bis Ende Mai zur öffentlichen Stellungnahme aus.

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Aktuell verbraucht Wolfenbüttel jährlich rund 600 Gigawattstunden Wärme – über 90 Prozent davon stammen aus fossilen Energieträgern, nur sechs Prozent aus Erneuerbaren. Um dies zu ändern, hat die Stadt ihr Gebiet in 46 Zonen unterteilt, für die jeweils maßgeschneiderte Dekarbonisierungspläne erarbeitet werden.

Im Mittelpunkt der Strategie stehen zwei Lösungsansätze: der Ausbau der zentralen Fernwärme und die verstärkte Nutzung von Wärmepumpen. Dafür sind umfangreiche Infrastrukturmaßnahmen nötig, darunter 180 Kilometer neue Niedrigspannungskabel und 150 zusätzliche Umspannstationen.

Für das Jahr 2040 wurden zwei langfristige Szenarien entwickelt, die beide den vollständigen Ausstieg aus fossilen Brennstoffen vorsehen. Während das eine Szenario auf Wärmepumpen setzt, legt das andere den Fokus auf den Ausbau der Fernwärme. Der finale Plan, der nach der Bürgerbeteiligung vorliegen soll, wird die Umsetzung in den kommenden 14 Jahren steuern.

Der fertige Wärmeplan wird die Roadmap für Wolfenbüttels Übergang zu einer CO₂-freien Wärmeversorgung bilden. Angesichts des umfangreichen Infrastrukturausbaus bleibt der Stadt bis 2040 Zeit, ihre Abhängigkeit von fossilen Energien zu überwinden. Die öffentliche Konsultationsphase läuft noch bis Ende Mai – Bürgerinnen und Bürger können sich bis dahin einbringen, bevor die endgültigen Entscheidungen fallen.

Quelle