Wolfsburgs zweisprachige Schule kämpft um ihr italienisch-deutsches Programm
Julian HerrmannWolfsburgs zweisprachige Schule kämpft um ihr italienisch-deutsches Programm
Grundschule und weiterführende Schule in Wolfsburg steht vor Änderungen ihres langjährigen zweisprachigen Programms
Die Leonardo-da-Vinci-Schule, bekannt für ihren deutsch-italienischen Zweisprachenunterricht, wird ihr Angebot ab dem nächsten Schuljahr reduzieren. Eltern und Lehrkräfte haben nun eine Petition gestartet, um gegen die Entscheidung zu protestieren.
Wolfsburg pflegt seit jeher enge Beziehungen zu Italien: Seit den 1960er-Jahren haben sich rund 60.000 Italiener:innen mit ihren Familien in der Stadt niedergelassen. Diese Geschichte prägte die Leonardo-da-Vinci-Schule, an der Kinder seit der ersten Klasse bilingual auf Deutsch und Italienisch unterrichtet werden.
Doch der zweisprachige Zweig wird derzeit zu wenig genutzt. Offizielle Zahlen zeigen, dass es das einzige Programm in Wolfsburg ist, das unter 70 Prozent Auslastung liegt. Die Stadt plant daher Kürzungen – ab dem nächsten Schuljahr soll es nur noch eine bilingualen Klasse pro Jahrgang geben.
Als Reaktion darauf hat eine Online-Petition innerhalb von vier Tagen über 550 Unterschriften gesammelt. Die Unterstützer:innen argumentieren, dass bilingualer Unterricht früh beginnen und durch die höheren Jahrgänge fortgeführt werden sollte. Die Petition fordert konkret, dass ab der fünften Klasse zwei italienische bilingualen Klassen erhalten bleiben.
Die Unterzeichnenden betonen die breite Unterstützung für den Erhalt des zweisprachigen Programms in vollem Umfang. Sollten die Kürzungen umgesetzt werden, bleibt nur eine Klasse pro Jahrgang bestehen. Die Entscheidung wird künftige Schüler:innen und die langjährige Verbindung der Schule zur italienischen Gemeinschaft Wolfsburgs betreffen.






