Zita Club bringt Ibiza-Feeling in die historische Zitadelle Spandau
Julian HerrmannZita Club bringt Ibiza-Feeling in die historische Zitadelle Spandau
Neuer Nachtclub in Berlins historischer Zitadelle Spandau eröffnet
Am 13. Oktober 2023 hat der Zita Club in der historischen Zitadelle Spandau seine Pforten geöffnet – mit einer "Ibiza-Vibes"-Party im Juliusturm, einem Festungsbau aus dem 16. Jahrhundert. Das ungewöhnliche Konzept verbindet modernes Nachtleben mit Jahrhunderten militärischer und politischer Geschichte.
Die Zitadelle Spandau blickt auf eine bewegte Vergangenheit zurück: Ursprünglich als slawische Festung im Jahr 1197 errichtet, wurde sie unter Kurfürst Joachim II. im Renaissance-Stil neu aufgebaut. Später diente sie als Gefängnis, Kaserne und im Nationalsozialismus als Lager für chemische Waffen. Nach dem Zweiten Weltkrieg nutzten sowjetische Truppen das Gelände, bevor es 2001 zu einem Veranstaltungsort umgewandelt wurde.
Der Zita Club hat nun im Juliusturm seine Heimat gefunden und bietet an Wochenenden urbane Beats und klassische Musik. Freitags und samstags öffnet der Club ab 22 Uhr, der Eintritt kostet 10 Euro. Betreiber André Krüger steht auch hinter Channel Music, der Gruppe, zu der weitere Berliner Clubs gehören.
Für 2024 sind Erweiterungen geplant, darunter eine Open-Air-Fläche für After-Work-Events unter der Woche. Regelmäßige "Spandau-Nächte" am Samstag sollen moderne Klänge mit dem historischen Flair der Festung verbinden.
Mit der Eröffnung schreibt der Club ein neues Kapitel in der langen Geschichte der Zitadelle. Wo einst Kriegsschätze und Cold-War-Kommandostellen untergebracht waren, können Besucher heute bis in die frühen Morgenstunden feiern. Die Expansion im kommenden Jahr soll das Angebot an der denkmalgeschützten Location weiter ausbauen.