17 June 2026, 18:15

Abschied vom Maxim-Gorki-Theater: Eine Ära geht zu Ende

Lieder aus den letzten Jahren am Maxim Gorki

Abschied vom Maxim-Gorki-Theater: Eine Ära geht zu Ende

Das Maxim-Gorki-Theater hat seinen letzten Abschiedsabend gefeiert – und damit eine Ära beendet. Unter dem Titel „Lieder aus den letzten Jahren“ würdigte die Veranstaltung das Erbe des Hauses vor seiner Schließung, begleitet von der zwiespältigen Botschaft: „Das Gorki ist tot. Es lebe das Gorki.“

Den Auftakt bildete Via Jikeli mit „Berlin, dein Gesicht hat Sommersprossen“, einem Lied aus Christian Weises „Der Untertan“. Anschließend betrat Shermin Langhoff, die scheidende Intendantin, die Bühne. Nach einer kurzen Ansprache ließ sie ihre vorbereiteten Notizen demonstrativ zu Boden fallen.

Auch Cem Özdemir, Ministerpräsident von Baden-Württemberg, hielt eine Rede zu Ehren Langhoffs. Später trug Jonas Dassler den „Fledermaus-Aussterbe-Song“ vor, während sich das Publikum auf den weiteren Abend einstellte. Den Abschluss bildete eine Feier in einer nahegelegenen Bar.

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Die Veranstaltung unterstrich die Rolle des Theaters bei der Etablierung des postmigrantischen Theaters als festen Bestandteil der Kulturlandschaft. Gleichzeitig deutet sich ein künstlerischer Wandel für das Gorki an. Unterdessen verlässt M., ein langjähriger Berliner, nach zwölf Jahren in der Stadt die Hauptstadt und zieht zurück nach Kassel – wo sich in derselben Zeit der Preis für ein Hausbier verdoppelt hat.

Der Abschiedsabend des Gorki-Theaters ehrte seine Verdienste um die Theaterwelt. Die Schließung des Hauses markiert das Ende eines Kapitels, hinterlässt aber bleibende Spuren in der Berliner Kulturszene. Die Gäste zogen weiter in eine Bar, um den Abend ausklingen zu lassen.

Quelle