Kein Platz im Ausstellungssaal - Wahlhelfer ziehen ins Bierzelt - Augsburgs Stichwahl im Bierzelt: So ungewöhnlich wurde hier gewählt
Augsburgs Stichwahl um das Oberbürgermeisteramt fand am Sonntag statt – mit einer ungewöhnlichen Besonderheit: Die Briefwahlstimmen wurden in einem Bierzelte ausgewertet. Aufgrund eines Mangels an verfügbaren Räumlichkeiten griff die Stadt auf ein Festzelt des Ostervolksfests zurück. Die Wahl entschied sich zwischen der amtierenden Oberbürgermeisterin Eva Weber (CSU) und dem SPD-Kandidaten Florian Freund.
Da die Messehalle, die im ersten Wahlgang genutzt worden war, diesmal nicht zur Verfügung stand, benötigte die Stadt dringend eine große Fläche für die Auszählung der Briefwahlstimmen. Mit dem bereits laufenden Ostervolksfest bot sich eines der Bierzelte als praktische Lösung an. Wahlhelfer richteten dort ihre Arbeitsplätze ein, um die Stimmen auszuwerten.
Die Stichwahl folgte auf die erste Abstimmungsrunde, in der weder Weber noch Freund die absolute Mehrheit erreichten. Weber, die für die CSU antrat, traf dabei im direkten Duell auf Freund, den Kandidaten der SPD. Offizielle Zahlen zur Gesamtwahlbeteiligung liegen bisher noch nicht vor.
Die Nutzung eines Bierzelts unterstreicht die Flexibilität der Stadt, Wahlen auch unter beenigten räumlichen Bedingungen zu organisieren. Die Ergebnisse der Stichwahl werden entscheiden, ob Weber ihr Amt behält oder Freund neuer Oberbürgermeister wird. Das endgültige Ergebnis steht noch aus, während die Auszählung abgeschlossen wird.






