14 April 2026, 06:05

Automobil-Aftersales im Umbruch: Wie Händler und Werkstätten mit KI und Digitalisierung kämpfen

Plakatwerbung Goodrich Reifen mit einem Auto und einer Person darin, mit Text über das Unternehmen und seine Dienstleistungen.

Automobil-Aftersales im Umbruch: Wie Händler und Werkstätten mit KI und Digitalisierung kämpfen

Der Automobil-Aftersales-Sektor steht vor tiefgreifenden Veränderungen, da steigende Kosten und digitale Innovationen das Kundenverhalten prägen. Branchenführer trafen sich, um über Herausforderungen und Lösungen zu diskutieren – von KI-gestützten Finanzinstrumenten bis hin zu neuen Strategien für Werkstätten und Händler.

Auf der Veranstaltung betonten Experten, wie Technologie und sich wandelnde Konsumgewohnheiten Unternehmen zwingen, sich anzupassen – oder den Anschluss zu verlieren. Fast die Hälfte der Autofahrer gibt an, deutlich höhere Kosten zu haben: 48,3 % der Befragten erklären, dass die Ausgaben ihre Markentreue und zukünftige Kaufentscheidungen beeinflussen. Imelda Labbé, Präsidentin des VDIK, warnte, dass Händler Chancen im Aftersales-Bereich verpassen. Ein klarer Trend zeige sich: Immer mehr Kunden bevorzugen unabhängige Werkstätten statt der offiziellen Servicezentren der Hersteller.

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Effizienz in der Werkstatt stand im Mittelpunkt der Debatten. Marten Kalmbach, Servicemanager der Kunzmann Gruppe, verwies auf Terminplanung und Rechnungsstellung als zentrale Stellschrauben für Verbesserungen. Paul Beer von Emil Frey Digital präsentierte unterdessen die "INSiDE Workbench", ein Tool, das Aftersales-Prozesse vereinfachen soll. Das System zielt darauf ab, Wartezeiten zu verkürzen und Reparaturen zu beschleunigen.

Auch die digitalen Strategien entwickeln sich weiter. Tolga Toker, Niederlassungsleiter der Bobrink Gruppe, setzt auf Social-Media-Kampagnen in ganz Deutschland, um Neukunden zu gewinnen. Peter Schäfer, Geschäftsführer von KreuterMedeleSchäfer, konzentriert sich hingegen auf den regionalen Vertrieb und verlässt sich auf Werkstattdienstleistungen, um Kunden langfristig zu binden.

Finanzielle Innovationen waren ein weiteres zentrales Thema. Kai Vogler, Vorstand der Volkswagen Financial Services (VWFS), unterstrich die Bedeutung des Aftersales für den Erfolg von Autohäusern. Banken könnten seiner Meinung nach durch maßgeschneiderte Service- und Wartungspakete unterstützen. Dr. Eric Günter Krause und Rolf Bialas erläuterten, wie Künstliche Intelligenz Finanzprozesse revolutioniert – schneller und präziser als je zuvor.

Mit Blick auf die Zukunft skizzierte Prof. Dr. Mario Fischer noch tiefgreifendere Veränderungen. Er prognostizierte, dass Smart Glasses irgendwann Smartphones ersetzen könnten – ein Hinweis darauf, dass digitale Tools den traditionellen Automobil-Service weiter auf den Kopf stellen werden.

Die Diskussionen zeigten ein deutliches Muster: Werkstätten und Händler müssen digitale Lösungen und neue Strategien annehmen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Angesichts steigender Kosten und sich ändernder Kundenerwartungen werden jene Unternehmen die Nase vorn haben, die in Effizienz und Technologie investieren.

Die Veranstaltung machte zudem deutlich: KI und datengetriebene Lösungen werden die Zukunft des Automobil-Aftersales maßgeblich prägen.

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