10 May 2026, 12:05

Banaszak will junge Männer mit neuem Ansatz für die Grünen gewinnen

Schwarzes und weißes Foto einer Gruppe von Frauen aus der Frauenwahlrechtsbewegung, mit einer Frau in der Mitte sitzend.

Banaszak will junge Männer mit neuem Ansatz für die Grünen gewinnen

Felix Banaszak, Co-Vorsitzender der Grünen, setzt sich für neue Wege ein, um junge Männer für progressive Ideen zu begeistern. Sein Engagement kommt, nachdem aktuelle Wahldaten zeigen, dass Männer unter 24 Jahren zunehmend die rechtspopulistische AfD unterstützen. Nun räumt er ein, dass sein Ansatz überdacht werden muss – besonders nach den jüngsten Vorwürfen wegen sexueller Übergriffe gegen einen bekannten Schauspieler.

Banaszak versuchte zunächst, junge Männer über ein Interview mit Playboy zu erreichen, in dem er argumentierte, dass starre Geschlechterrollen auch Männer benachteiligen – nicht nur Frauen. Er ist überzeugt, dass Männer ein Interesse an Feminismus haben sollten, und fordert innerhalb der Grünen mehr Räume, um Männlichkeit zu diskutieren. Sein in Pink gestrichenes Büro unterstreicht seine Ablehnung traditioneller Geschlechterklischees – eine Haltung, die er mit Torwart Tim Wiese vergleicht, der vor zwei Jahrzehnten ohne große Kritik in Pink auf dem Platz stand.

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Die Dringlichkeit seiner Mission wuchs, nachdem der AfD-Politiker Maximilian Krah in einem Wahlvideo 2024 jungen Männern, die Schwierigkeiten haben, Partnerinnen zu finden, nahelegte, sie sollten „nach rechts“ tendieren. Unterdessen besuchte Banaszak Vaterwelten in Krefeld, eine Initiative, die Geburtsvorbereitungskurse für Väter anbietet, und setzt sich für eine bessere Förderung solcher Projekte ein. Gleichzeitig gibt er zu, dass das 2010 veröffentlichte Männer-Manifest der Grünen mit dem Titel „Männer, gebt Macht ab! Es lohnt sich.“ möglicherweise überarbeitet werden muss. Die ursprüngliche Botschaft, so Banaszak, riskiere, Männer zu verprellen, indem sie sie ausschließlich als Problem darstelle.

Die jüngsten Vorwürfe gegen den Schauspieler Christian Ulmen, erhoben von Collien Fernandes, haben den Druck erhöht. Banaszak gesteht nun ein, dass seine Strategie, Männer anzusprechen, weiterentwickelt werden muss, um diesen Herausforderungen zu begegnen.

Die erneute Konzentration der Grünen auf Männerfragen folgt einem Wandel im Wahlverhalten junger Männer und dem wachsenden Einfluss der rechten Szene. Banaszaks Forderungen nach mehr Förderung, aktualisierten Botschaften und offenen Debatten zielen darauf ab, diesen Trends entgegenzuwirken. Ob sein Ansatz ankomen wird, bleibt abzuwarten.

Quelle