08 April 2026, 06:04

Berliner Cannabis-Vereine scheitern an Bürokratie trotz Legalisierung

Gruppe von Menschen, die um ein Auto mit einer 'Legalisiere Cannabis Irland' -Plakette stehen, umgeben von Gebäuden, Laternenmasten und einem klaren blauen Himmel, mit Papieren im Auto.

Berliner Cannabis-Vereine scheitern an Bürokratie trotz Legalisierung

Berlins Cannabis-Anbauvereine kämpfen mit strengen Auflagen – trotz Legalisierung

Obwohl Cannabis in Deutschland seit dem vergangenen Jahr legal ist, sehen sich die Anbauvereine in Berlin mit harter Regulierung konfrontiert. Seit April 2024 sind in der Hauptstadt elf lizenzierte Vereine aktiv, sieben weitere warten noch auf ihre Genehmigung. Doch die Verantwortlichen klagen über bürokratische Hürden, die ihre Arbeit erschweren.

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Seit dem 1. April 2024 ist Cannabis in Deutschland legal – seither dürfen eingetragene Vereine die Droge für ihre erwachsenen Mitglieder anbauen und verteilen. In Berlin kultivieren Gruppen wie White Lake Weed und die Green Leaf Society mittlerweile verschiedene Sorten für ihre Nutzer. Allein die Green Leaf Society zählt 200 aktive Mitglieder und züchtet bis zu zehn unterschiedliche Varietäten.

Doch die Vereine müssen sich an strikte Vorgaben halten: Werbung ist verboten, und nur grundlegende Informationen dürfen an die Mitglieder weitergegeben werden. Zudem müssen sie jahrelang persönliche Daten aller erwachsenen Teilnehmer speichern. Mario Gäde, Vorsitzender von White Lake Weed, bezeichnet die Regeln als übermäßig starr und belastend. Auch Jana Halbreiter, Leiterin der Green Leaf Society, kritisiert die politische Handhabung der Vereine.

Neben den rechtlichen Herausforderungen bleiben der illegale Verkauf und Online-Bestellungen von medizinischem Cannabis große Probleme. Die Einfuhren von Medizin-Cannabis stiegen im ersten Halbjahr 2025 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um über 400 Prozent. Trotz aller Schwierigkeiten wollen sowohl Gäde als auch Halbreiter weiterhin Cannabis für ihre Mitglieder anbauen.

Die elf lizenzierten Berliner Vereine arbeiten weiterhin unter strenger Aufsicht, während sieben weitere Anträge noch geprüft werden. Der Boom bei medizinischen Importen und die anhaltende Schwarzmarkt-Aktivität erhöhen den Druck. Dennoch bleiben die Vereinsverantwortlichen entschlossen, ihren Mitgliedern innerhalb des geltenden Rahmens legales Cannabis anzubieten.

Quelle