15 April 2026, 14:09

Berliner Gericht bestätigt Kündigung nach Milliardenverlusten im Pensionsfonds

Kreuzworträtsel mit den Wörtern 'Verlust, Risiko und Risiko' auf einer Zeitung voller Finanztext und -zahlen.

Berliner Gericht bestätigt Kündigung nach Milliardenverlusten im Pensionsfonds

Das Berliner Arbeitsgericht hat die Kündigung des Leiters des Versorgungswerks der Zahnärztekammer Berlin bestätigt. Das Urteil folgt auf Vorwürfe wegen Fehlverhaltens, darunter Interessenkonflikte und hochriskante Investitionen, die zu einer Finanzierungslücke führten. Die Entscheidung ist jedoch noch nicht rechtskräftig, da beide Seiten Berufung einlegen können.

Das Gericht bestätigte, dass der Direktor seine Position missbraucht und gegen die Interessen des Fonds gehandelt habe. Seine Anlagestrategien führten zu einer potenziellen Deckungslücke von über einer Milliarde Euro. Dennoch war seine fristlose Kündigung zunächst aus formalen Gründen unwirksam, nachdem die Zahnärztekammer Berlin (VZB) eine Frist versäumt hatte.

Der ehemalige Direktor bleibt bis zum 30. September 2026 auf der Gehaltsliste und erhält jährlich mehr als 220.000 Euro. Unterdessen hat die Berliner Staatsanwaltschaft Ermittlungen wegen des Verdachts auf Bestechlichkeit und Bestechung eingeleitet. Die Unschuldsvermutung gilt bis zum Abschluss des Verfahrens.

Das Versorgungswerk strebt zudem zivilrechtliche Schritte an, um die Verluste zurückzufordern. Es hat einen Antrag eingereicht, damit das Landgericht Berlin II eine Schadensersatzklage behandelt.

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Das Urteil bestätigt die Wirksamkeit der Kündigung, doch könnten Berufungen das Ergebnis noch ändern. Der Pensionsfonds setzt sich weiterhin für die Aufklärung der finanziellen Verluste ein, während die strafrechtlichen Ermittlungen andauern. Das Gehalt des ehemaligen Direktors wird bis zum vereinbarten Austrittsdatum 2026 weitergezahlt.

Quelle