Brandenburgs Wohnungsbau 2025: Genehmigungen brechen ein – doch Berlin bleibt Magnet
Paul SimonBrandenburgs Wohnungsbau 2025: Genehmigungen brechen ein – doch Berlin bleibt Magnet
Brandenburg verzeichnet 2025 Rückgang bei Baugenehmigungen für Wohnraum
Im Jahr 2025 ging die Zahl der Genehmigungen für neuen Wohnraum in Brandenburg deutlich zurück. Die Behörden erteilten 12 Prozent weniger Baugenehmigungen als im Vorjahr. Der Rückgang fällt in eine Phase kontinuierlich steigender Baukosten in der gesamten Region.
Insgesamt wurden 7.960 Wohneinheiten genehmigt – weniger als noch 2024. Mehr als die Hälfte davon entfällt auf den Ballungsraum Berlin, was die anhaltend hohe Nachfrage in der Nähe der Hauptstadt widerspiegelt.
Rund 4.000 der geplanten Einheiten sind Mehrfamilienhäuser, weitere 3.000 sind für Ein- und Zweifamilienhäuser vorgesehen. Allein im Landkreis Teltow-Fläming sollen 1.230 neue Wohneinheiten entstehen.
Auch bei Sanierungsprojekten gab es einen deutlichen Einbruch: Nur 915 Wohnungen entstehen durch Modernisierungen – ein Rückgang um 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Die steigenden Kosten verschärfen die Situation zusätzlich. Die Baupreise in Brandenburg stiegen im Februar 2025 um 5,5 Prozent. Rohbauarbeiten verteuerten sich um 5,3 Prozent, während die Ausbaukosten im gleichen Zeitraum sogar um 5,7 Prozent zunahmen.
Der Rückgang bei den Genehmigungen und die steigenden Kosten deuten auf eine angespannte Wohnungsmarktsituation in Brandenburg hin. Angesichts weniger Sanierungen und höherer Ausgaben könnten Bauträger im kommenden Jahr vor weiteren Herausforderungen stehen. Der Großteil der Neubauten konzentriert sich weiterhin auf den Berliner Raum, wo die Nachfrage am größten ist.






