Braunschweig überarbeitet Windkraftplan – mehr Flächen als vorgeschrieben
Paul SimonBraunschweig überarbeitet Windkraftplan – mehr Flächen als vorgeschrieben
Der Regionalverband Braunschweig hat seinen Windkraftplan nach der Prüfung öffentlicher Rückmeldungen überarbeitet. Die aktualisierte Fassung wird in Kürze sowohl online als auch in gedruckter Form verfügbar sein. Die Anpassung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Niedersachsen strengere Ziele für die Windenergie an Land vorantreibt.
In der Region hat nun eine neue Phase der räumlichen Planung für Windkraft begonnen. Bis 2027 muss Braunschweig 2,46 Prozent seiner Fläche – etwa 12.500 Hektar – für den Ausbau der Windenergie ausweisen. Die bereits festgelegten Vorranggebiete umfassen derzeit fast 15.000 Hektar und übertreffen damit die aktuellen Vorgaben.
Gegenüber dem ursprünglichen Entwurf gab es mehrere Änderungen: Eine große Zone nahe der Grenze zwischen Gifhorn und Peine wurde gestrichen, während ein neues Gebiet bei Seesen aufgenommen wurde. Insgesamt wurden 56 der vorgeschlagenen Zonen überarbeitet, davon acht nicht mehr als Vorranggebiete ausgewiesen.
Kommunen können über eine freiwillige Option zusätzlich Flächen bereitstellen. Diese Flexibilität soll der Region helfen, ihre ausgeweiteten Ziele für 2032 zu erreichen.
Der zweite Entwurf des Plans berücksichtigt sowohl rechtliche Vorgaben als auch Bürgerbeteiligung. Nun muss der Verband die Anstrengungen verstärken, um die verbindlichen Ziele zu erfüllen. Die endgültigen Ausweisungen werden die Entwicklung der Windenergie in der Region für die kommenden Jahre prägen.






