Bremer Buchhandlung "Golden Shop" überrascht mit provokantem Wolfram-Weimer-Redesign
Julian HerrmannBremer Buchhandlung "Golden Shop" überrascht mit provokantem Wolfram-Weimer-Redesign
Buchhandlung „Golden Shop“ in Bremen mit auffälligem Redesign
Am Samstagnachmittag wurde die umstrittene Fassade der Buchhandlung „Golden Shop“ in Bremen mit einem großen Stoffbanner verhüllt. Darunter verschwinden die alten Parolen – stattdessen prangen nun Zitate des Kulturministers Wolfram Weimer an der Wand.
Sechs Personen befestigten das Banner am Giebel des Gebäudes und gaben dem Laden damit ein völlig neues Erscheinungsbild. Die Fassade zeigt nun handschriftliche Aussprüche Weimers, die allesamt als verfassungskonform zertifiziert sind. Darunter finden sich Sätze wie „Das soll überhaupt kein Kulturkampf sein“ oder „Europa vermehrt sich biologisch nicht mehr“.
Im Inneren dominiert ein riesiges Porträt Weimers die Schaufenster, umgeben von seinen literarischen Werken. Dazu steht eine Flasche Sekt mit dem Etikett „Fürst von Weimer“ ausgestellt. Selbst Tassen mit dem Aufdruck „The Golden Shop – Empfohlen vom Verfassungsschutz“ werden mittlerweile verkauft.
Trotz des optischen Wandels distanziert sich die Inhaberin Ausma Zvidrina nicht von linksextremen Positionen. Allerdings bestätigte sie, dass die Buchhandlung Weimers Werke nicht ins Sortiment aufnehmen werde.
Erst kürzlich erhielt der Laden ein Zertifikat als „beste Buchhandlung unter Beobachtung des Verfassungsschutzes“. Das neue Design und die Inszenierungen markieren eine deutliche Imageverschiebung – und lenken den Blick auf das sich wandelnde Verhältnis des Ladens zu politischen und kulturellen Akteuren.






