03 April 2026, 00:53

Bundesbank drängt auf Euro-Stablecoins gegen Dollar-Dominanz in digitalen Zahlungen

Eine Tortendiagramm-Abbildung auf einem weißen Hintergrund, die die Marktkapitalisierungen verschiedener Kryptowährungen im Jahr 2016 zeigt, darunter Bitcoin, Ethereum und Litecoin, mit begleitendem Text, der die Kapitalisierungen erläutert.

Bundesbank drängt auf Euro-Stablecoins gegen Dollar-Dominanz in digitalen Zahlungen

Die Deutsche Bundesbank hat Fortschritte bei der Erforschung einer Großhandelsvariante einer digitalen Zentralbankwährung (CBDC) gemacht. Bundesbank-Präsident Joachim Nagel sprach sich zudem für auf den Euro lautende Stablecoins aus, um Kosten zu senken und grenzüberschreitende Zahlungen zu beschleunigen. Seine Warnungen vor der Dominanz des US-Dollars in diesem Bereich unterstreichen die Sorgen um die geldpolitische Unabhängigkeit Europas.

Unterdessen arbeitet die EU weiter am digitalen Euro, der als erste europaweite Einzelhandelszahlungslösung auf Basis europäischer Systeme eingeführt werden soll.

Nagel betonte die Notwendigkeit eines eurogedeckten Stablecoins, um günstigere und schnellere internationale Transaktionen zu ermöglichen. Er argumentierte, dass eine Vorherrschaft dollargebundener Stablecoins die europäische Geldpolitik gefährden und die finanzielle Souveränität der Region untergraben könnte. Konkrete Pläne, wie solche Euro-Stablecoins in den bestehenden rechtlichen oder geldpolitischen Rahmen der EU integriert werden sollen, legte er jedoch nicht vor.

Die Forschung der Bundesbank zu einer CBDC für den Großhandel könnte Banken ermöglichen, "programmierbare Zahlungen" unter Nutzung von Zentralbankgeld abzuwickeln. Dies steht im Einklang mit den weiteren Bestrebungen des Eurosystems, darunter Projekte zur Interoperabilität sowie die Förderung der Distributed-Ledger-Technologie (DLT) an den Finanzmärkten.

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Die Europäische Zentralbank (EZB) hat sich indes nicht öffentlich zu Nagels Äußerungen geäußert. Stattdessen treibt das Eurosystem Initiativen wie Testläufe für Großhandels-CBDCs und Regelwerke für Euro-Stablecoins voran. Diese Schritte zielen darauf ab, die europäische Zahlungsinfrastruktur zu stärken und den Weg für die spätere Einführung des digitalen Euro zu ebnen.

Der digitale Euro bleibt auf Kurs als erstes einheitliches Einzelhandelszahlungssystem der EU. Nagels Unterstützung für Euro-Stablecoins spiegelt das Bestreben wider, die Abhängigkeit von Fremdwährungen im digitalen Finanzwesen zu verringern. Die CBDC-Forschung der Bundesbank und die laufenden Projekte des Eurosystems deuten darauf hin, dass in Europas Währungstechnologie weitere Entwicklungen zu erwarten sind.

AKTUALISIERUNG

EU Proposes 'Kill Switch' for Non-Compliant Stablecoins to Counter Dollar Dominance

Germany and Italy have proposed an EU regulatory framework to block foreign stablecoins failing to meet EU standards. This includes a 'kill switch' mechanism to ban non-compliant tokens, directly addressing concerns raised by Bundesbank President Joachim Nagel about dollar-dominated stablecoins undermining European financial sovereignty. The plan aims to enforce euro-centric alternatives and strengthen market safeguards.