14 April 2026, 00:10

Bundesregierung warnt vor möglichen Kraftstoffengpässen trotz stabiler Vorräte

Eine Liniengrafik, die die US-Öl/Petroleumproduktion, -importe und -exporte im Zeitverlauf zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Bundesregierung warnt vor möglichen Kraftstoffengpässen trotz stabiler Vorräte

Die deutsche Bundesregierung hat die Bevölkerung versichert, dass es derzeit keine akute physische Knappheit bei den Kraftstoffvorräten gebe. Dennoch warnten Beamte vor möglichen Lieferengpässen, sollte sich die Lage im Nahen Osten weiter zuspitzen. Die Warnung folgt auf Befürchtungen über anhaltende Sperrungen wichtiger Schifffahrtsrouten sowie mögliche Unterbrechungen der US-Lieferungen.

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Aktuell deckt Deutschland rund 90 Prozent seines Dieselbedarfs durch heimische Produktion ab. Der Benzinbedarf wird vollständig von inländischen Raffinerien gedeckt, die sogar etwas mehr produzieren, als das Land verbraucht. Dennoch hat das Wirtschaftsministerium davor gewarnt, dass es bis Ende April oder Mai zu Versorgungsengpässen kommen könnte, falls die Spannungen in der Golfregion anhalten.

Die frühere Aussage der Regierung zu möglichen Engpässen basierte auf einem worst-case-Szenario, das eine ungebremste militärische Eskalation im Nahen Osten sowie eine langfristige Blockade der Straße von Hormus umfasste. Ein weiterer Stopp der US-Ölexporte – die etwa zehn Prozent der globalen Nachfrage ausmachen – könnte deutsche Tankstellen in eine Kraftstoffknappheit stürzen.

US-Beamte, darunter Energieministerin Jennifer Granholm und Innenminister Ryan Zinke, haben öffentlich betont, dass keine Exportbeschränkungen für Öl und Gas geplant seien. Trotzdem kritisierte Michael Kellner, energiepolitischer Sprecher der Grünen, die Einschätzung der Regierung als zu optimistisch. Er warnte, Deutschland könnte von Donald Trump in Sachen Energieversorgung erpresst werden.

Derzeit bleibt die Kraftstoffversorgung in Deutschland stabil, gestützt auf eine starke inländische Produktion. Doch das Risiko von Engpässen steigt, falls sich der Konflikt im Golf weiter hinzieht oder die US-Exporte ins Stocken geraten. Die Regierung beobachtet die Entwicklung weiterhin genau.

Quelle