Bundestag beschleunigt Anerkennung ausländischer Gesundheitsabschlüsse durch neues Gesetz
Julian HerrmannBundestag beschleunigt Anerkennung ausländischer Gesundheitsabschlüsse durch neues Gesetz
Der Bundestag hat ein neues Gesetz verabschiedet, das die Anerkennung ausländischer Abschlüsse im Gesundheitsbereich beschleunigen soll. Die Regelung richtet sich an Ärztinnen und Ärzte, Zahnärztinnen und Zahnärzte, Apothekerinnen und Apotheker sowie Hebammen und schafft Bürokratie ab, indem digitale Verfahren eingeführt werden. Befürworter betonen, dass das Gesetz die Abläufe sowohl für Antragstellende als auch für die Behörden vereinfachen werde.
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) hatte den Gesetzentwurf eingebracht, der von der Regierungskoalition und den Grünen unterstützt wurde. Die AfD lehnte das Vorhaben ab, während die Linke sich bei der Abstimmung der Stimme enthielt.
Das Gesetz führt einheitliche Standards und digitale Arbeitsabläufe ein, die veraltete Papierformalitäten ersetzen. Zudem ermöglicht es den Bundesländern, die Sprachkenntnisse von Bewerberinnen und Bewerbern aus Drittstaaten bereits während der Berufsausbildung zu prüfen. Sobald der Bundesrat dem Gesetz zustimmt, treten die Änderungen am 1. November 2026 in Kraft.
Die neuen Vorschriften zielen darauf ab, die Anerkennung von Qualifikationen schneller und einheitlicher zu gestalten. Fachkräfte mit ausländischen Abschlüssen sollen künftig weniger Hürden beim Einstieg ins deutsche Gesundheitssystem überwinden müssen. Ob das Gesetz wie geplant umgesetzt wird, hängt nun von der finalen Zustimmung des Bundesrates ab.






