Deutsche Bahn friert Fernverkehrspreise ein – doch Kritik bleibt laut
Julian HerrmannDeutsche Bahn friert Fernverkehrspreise ein – doch Kritik bleibt laut
Die Deutsche Bahn hat bekannt gegeben, dass die Preise für Fernverkehrstickets ab dem 1. Mai für ein Jahr stabil bleiben. Die Entscheidung ist Teil der Bemühungen, die Belastung während der anhaltenden Energiekrise zu mildern. Passagierverbände haben die Maßnahme jedoch bereits als unzureichend kritisiert.
Vorstandsvorsitzende Evelyn Palla bestätigte die Preissperre und erklärte, sie biete in Zeiten steigender Kosten eine gewisse Entlastung. Die Regelung gilt ab nächsten Monat für alle Fernverkehrsangebote.
Detlef Neuß, Ehrenvorsitzender der Fahrgastorganisation Pro Bahn, wies die Ankündigung zurück. Er argumentierte, dass eine bloße Preisstabilität angesichts anhaltender Probleme mit Verspätungen und Zugausfällen nicht ausreiche. Neuß forderte stattdessen eine tatsächliche Senkung der Ticketpreise – zumindest für einen begrenzten Zeitraum.
Zudem verwies er darauf, dass die Preise bereits je nach Strecke und Nachfrage stark variieren. Laut Neuß führt dieses dynamische Preissystem dazu, dass Fahrgäste für ähnliche Fahrten oft sehr unterschiedliche Beträge zahlen müssen.
Die Preissperre gilt bis April 2025. Die Deutsche Bahn präsentiert sie als Unterstützung für Reisende in wirtschaftlich unsicheren Zeiten. Fahrgastverbände bestehen jedoch darauf, dass mehr unternommen werden muss, um die Zuverlässigkeit des Service und die Erschwinglichkeit der Tickets zu verbessern.






