22 March 2026, 16:05

Deutsche Börse und Commerzbank revolutionieren Vermögenshandel mit Blockchain-Tokenisierung

Balkendiagramm, das die Vermögenskonzentration der fünf größten Banken in den Vereinigten Staaten zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Deutsche Börse und Commerzbank revolutionieren Vermögenshandel mit Blockchain-Tokenisierung

Die Deutsche Börse und die Commerzbank haben sich mit dem Frankfurter Digitalvermögen-Spezialisten 360x zusammengeschlossen. Das gemeinsame Vorhaben zielt darauf ab, Vermögenswerte wie Kunst, Immobilien und sogar Agrarland mithilfe der Blockchain-Technologie zu tokenisieren. Beide Finanzinstitute bringen dabei Erfahrung mit verteilten Registersystemen mit: Sie waren an einem Pilotprojekt der Bundesbank zur Abwicklung von Wertpapiergeschäften auf Blockchain-Basis beteiligt.

Geleitet wird das Projekt von Carlo Kölzer, dem Gründer der Handelsplattform 360T, die die Deutsche Börse 2015 für knapp 800 Millionen Dollar übernommen hatte. Als CEO von 360x treibt er nun die Pläne voran, die Tokenisierung bis Ende 2024 auf fünf weitere Anlageklassen auszuweiten.

Noch in diesem Jahr will 360x erste tokenisierte Vermögenswerte – zunächst Kunst und Immobilien – auf den Markt bringen, wobei ein funktionsfähiges Modell bis 2023 erwartet wird. Durch die Tokenisierung wird Eigentum in kleinere Anteile aufgeteilt, sodass Anleger mit geringeren Einstiegskosten in Märkte investieren können. Der Leitspruch des Unternehmens, "Investierbar machen", unterstreicht das Ziel, für traditionell illiquide Assets liquide Märkte zu schaffen.

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Über Immobilien und Kunst hinaus wird 360x die Tokenisierung auf Schiffsleasing, Weinberge, Sportrechte, erneuerbare Energien und Ackerland ausdehnen. Zudem plant das Unternehmen, Kreditdienstleistungen einzuführen – angelehnt an die dezentralen Finanzplattformen (DeFi) im Kryptobereich. Regulatorische Compliance und ein strukturierter Sekundärmarkt bleiben dabei zentrale Prioritäten für die Netzwerkpartner.

Theodor Weimer, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Börse, betont das Potenzial der Tokenisierung, nicht handelbare Vermögenswerte in zugängliche Investments zu verwandeln. Die frühere Zusammenarbeit des Unternehmens mit der Bundesbank bei Blockchain-basierten Abwicklungen unterstreicht die technische Vorbereitung auf dieses Vorhaben. Die Einbindung der Commerzbank verstärkt die Initiative zusätzlich, indem Bankenexpertise mit der Digitalvermögen-Infrastruktur von 360x kombiniert wird.

Die Partnerschaft zwischen Deutsche Börse, Commerzbank und 360x markiert einen Schritt in Richtung einer breiteren Digitalisierung von Vermögenswerten. Bis Ende 2024 soll die Plattform den tokenisierten Handel in mehreren Sektoren unterstützen – von der Landwirtschaft bis zu erneuerbaren Energien. Regulatorische Aufsicht und die Stabilität des Sekundärmarkts werden dabei über den langfristigen Erfolg des Projekts entscheiden.

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