Deutschlands Luftwaffe testet Drohnen der Zukunft für das CCA-Programm bis 2029
Julian HerrmannDeutschlands Luftwaffe testet Drohnen der Zukunft für das CCA-Programm bis 2029
Deutschlands Vorstoß in die nächste Generation der Drohnentechnologie gewinnt an Fahrt. Die Luftwaffe evaluiert im Rahmen ihres Collaborative Combat Aircraft (CCA)-Programms mehrere unbemannte Flugsysteme. Mehrere Rüstungsunternehmen haben inzwischen ihre Lösungen vorgeschlagen – darunter Rheinmetall und Boeing, die gemeinsam die MQ-28 Ghost Bat anbieten.
Rheinmetall hat sich mit Boeing zusammengeschlossen, um die MQ-28 Ghost Bat als Kandidaten für das CCA-Programm zu präsentieren. Die Drohne, die bereits in über 150 Testflügen erprobt wurde, ist für den Einsatz in hochriskanten Lufträumen konzipiert und soll die Effektivität von Missionen steigern. Ihr modularer Aufbau ermöglicht Aufgaben wie Aufklärung, elektronische Kriegsführung und Schlagoperationen.
Das deutsche Unternehmen übernimmt die Rolle des Systemintegrators für die MQ-28 und zeichnet für die Einbindung sowie den operativen Support verantwortlich. Zudem führt Rheinmetall seit August 2025 Gespräche mit Lockheed Martin über eine mögliche Zusammenarbeit im CCA-Bereich. Gleichzeitig haben Airbus und Kratos die XQ-58A Valkyrie, ein weiteres unbemanntes System, für dieselbe Rolle ins Spiel gebracht.
Zu den weiteren Bewerbern zählt General Atomics, das Interesse an der Entwicklung eines europäischen CCA auf Basis seines YFQ-42A-Prototyps bekundet hat. Auch das deutsche Rüstungs-Start-up Helsing könnte mit seinem autonomen Fluggerät CA-1 in den Wettbewerb einsteigen. Rheinmetalls Vorstandsvorsitzender Armin Papperger schätzt, dass Deutschland etwa 400 CCAs benötigen könnte, um seine Anforderungen zu erfüllen.
Die Luftwaffe strebt an, das erste CCA bis 2029 in Dienst zu stellen. Das Programm zielt darauf ab, fortschrittliche Drohnen mit bemannten Kampfflugzeugen zu vernetzen und so die Kampfkraft in zukünftigen Konflikten zu stärken.
Der Wettbewerb um die Ausstattung der deutschen CCA-Flotte wird immer intensiver, wobei mehrere Unternehmen um den Zuschlag ringen. Die Partnerschaft zwischen Rheinmetall und Boeing positioniert die MQ-28 Ghost Bat als starken Anwärter, während Airbus, General Atomics und Helsing alternative Lösungen anbieten. Die Entscheidung wird die Zukunft der deutschen unbemannten Luftfahrt prägen – mit einer operativen Einsatzbereitschaft noch vor Ende des Jahrzehnts.






