29 April 2026, 12:06

Extreme Unterschiede: Terrassengebühren für Gastronomen zwischen 52 und 1.163 Euro

Ein Berliner Restaurant mit hölzernen Tischen und Stühlen in der Nähe eines großen Fensters, das eine Straßenszene im Freien zeigt, mit Fußgängern, Gebäuden und Grünflächen.

Extreme Unterschiede: Terrassengebühren für Gastronomen zwischen 52 und 1.163 Euro

Eine neue Analyse hat erhebliche Unterschiede bei den Gebühren für Restaurant-Terrassen in deutschen Kommunen aufgedeckt. Während einige Städte über 1.000 Euro für eine standardmäßige Außen gastronomiefläche verlangen, haben andere die Gebühren vollständig abgeschafft. Die Ergebnisse zeigen, wie stark die Kosten je nach Standort und lokalen Vorschriften variieren.

Im Mittelpunkt der Studie stand ein Modellbetrieb: eine 25 m² große Terrasse in einer zentralen öffentlichen Fläche während der Hauptsaison (Mai bis September). Im Durchschnitt verlangen die Kommunen für diese Konstellation 328 Euro. Allerdings müssen Gastronomen in Wernigerode mit den höchsten Gebühren rechnen – hier werden 1.163 Euro fällig. Eine Änderung aus dem Jahr 2023 führte zudem einen zusätzlichen Aufschlag für Terrassen auf dem zentralen Marktplatz der Stadt ein, was die Kosten weiter in die Höhe trieb.

Auch Lutherstadt Wittenberg und Halle (Saale) erheben mit 750 Euro bzw. 700 Euro vergleichsweise hohe Gebühren. Am anderen Ende der Skala liegen Schönebeck und Zeitz mit nur 52 Euro bzw. 56 Euro. Gleichzeitig verzichtet jede fünfte der untersuchten Kommunen vollständig auf Terrassengebühren. Merseburg, Sangerhausen, Köthen, Salzwedel und Eisleben haben sie komplett abgeschafft.

In der Analyse nicht berücksichtigt wurden Verwaltungsgebühren für die Antragstellung. Die Forscher wiesen darauf hin, dass ein Wegfall der Terrassengebühren kaum Auswirkungen auf die Haushalte der Kommunen hätte, da diese weniger als 0,05 Prozent der Gesamteinnahmen ausmachen.

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Der Bericht zeigt eine deutliche Spaltung in der Handhabung der Kosten für Außengastronomie. Einige Städte verlangen mehrere hundert – oder sogar über tausend – Euro, während andere ganz auf Gebühren verzichten. Für Gastronomen kann dies, je nach Standort, eine erhebliche finanzielle Belastung oder eine spürbare Ersparnis bedeuten.

Quelle