Hanau revolutioniert den Arbeitsmarkt mit neuen Maßnahmen gegen Fachkräftemangel
Greta WernerHanau revolutioniert den Arbeitsmarkt mit neuen Maßnahmen gegen Fachkräftemangel
Hanau hat unter Bürgermeister Dr. Maximilian Bieri eine Reihe neuer Maßnahmen eingeführt, um den lokalen Arbeitsmarkt zu stärken. Die Strategie der Stadt konzentriert sich auf drei zentrale Bereiche: bessere Vernetzung, Qualifizierungsangebote und erleichterten Zugang zu Arbeitsplätzen. Ab 2026 wird Hanau zudem die Grundsicherung für Arbeitssuchende in eigener Regie steuern.
Im Mittelpunkt des Konzepts steht ein gemeinsamer Arbeitgeberservice, der Unternehmen bei der Personalgewinnung, der Organisation von Schulungen und der Beantragung von Fördermitteln für Neueinstellungen unterstützt. Besonders attraktiv: Firmen, die Langzeitarbeitslose einstellen, erhalten Zuschüsse von bis zu 100 Prozent der Lohnkosten.
Lokale Partnerschaften spielen eine zentrale Rolle. Das Jobcenter Hanau und die BAUprojekt Hanau GmbH arbeiten eng zusammen, um benachteiligte Gruppen zu fördern. Die Martin-Luther-Stiftung Hanau betreibt eine Pflegeakademie, die niedrigschwellige Einstiegsmöglichkeiten in Pflegeberufe bietet.
Auch praktische Arbeitserfahrung wird ausgebaut: Das Projekt "Gemeinschaftliche Arbeitsgelegenheiten" am Sportfeld-Gelände vermittelt Praktika an Geflüchtete und Bürgergeld-Empfänger. Der Eigenbetrieb Hanau Infrastruktur Service bietet hingegen betriebliche Arbeitserprobungen an, um Teilnehmer auf feste Anstellungen vorzubereiten.
Ziel der Initiativen ist es, mehr Menschen in Beschäftigung zu bringen und gleichzeitig sicherzustellen, dass lokale Unternehmen ausreichend Fachkräfte finden. Ab 2026 übernimmt Hanau die eigenständige Steuerung der Grundsicherung – und gewinnt so mehr Gestaltungsmöglichkeiten in der Arbeitsmarktpolitik.






