17 June 2026, 18:38

Hessen glänzt mit Bildungsmodell für Schüler:innen mit Migrationshintergrund

Sprachförderung und Abschlüsse erhalten gute Noten

Hessen glänzt mit Bildungsmodell für Schüler:innen mit Migrationshintergrund

Der aktuelle Bildungsbericht hebt Hessens Erfolge bei der Förderung von Schülerinnen und Schülern mit vielfältigen Hintergründen hervor. Das Bundesland sticht durch seine starken Bildungsergebnisse hervor – insbesondere bei Jugendlichen mit Migrationsgeschichte. Bundesbildungsministerin Karin Prien stellte die Ergebnisse bei der Vorstellung der elften Ausgabe des Berichts in Berlin vor.

Hessen zählt zu den Bundesländern mit dem höchsten Anteil an Einwohnerinnen und Einwohnern mit Migrationshintergrund. Viele von ihnen besuchen dort die Schulen, doch der Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und schulischem Erfolg ist hier schwächer ausgeprägt als in den meisten anderen Ländern. Zudem verzeichnet Hessen mit nur 6,3 Prozent die niedrigste Quote an Schulabgängerinnen und Schulabgängern ohne Hauptschulabschluss.

Ein zentraler Erfolgsfaktor ist das frühzeitige und umfassende Fördersystem des Landes. Rund 17.000 Kinder nehmen jährlich an schulisch organisierten Vorkursen in Deutsch teil. Diese verpflichtenden Sprachkurse, die 2002/2003 eingeführt wurden, bilden einen Kernbaustein der hessischen Sprachförderstrategie.

Die alle zwei Jahre erscheinende Bildungsstudie, die vom Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation (DIPF) koordiniert wird, lobt diese Maßnahmen ausdrücklich. Bildungsminister Armin Schwarz führte die Verbesserungen vor allem auf die vorkommenden Deutschprogramme zurück. Darüber hinaus liegt Hessen beim Anteil ausländischer Schülerinnen und Schüler an Berufsschulen, die eine Hochschulzugangsberechtigung erwerben, über dem Bundesschnitt.

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Der Bericht unterstreicht die Wirksamkeit der hessischen Bildungspolitik und Sprachförderung. Durch frühzeitige Interventionsprogramme und einen inklusiven Ansatz trägt das Land maßgeblich zu guten schulischen Leistungen bei. Hessens Modell zeigt beispielhaft, wie gezielte Initiativen Bildungsungleichheiten verringern können.

Quelle