21 April 2026, 20:04

Hessen reformiert Pflegeunterstützung: Mehr Flexibilität für Familien und weniger Bürokratie

Alter Mann mit Gehhilfe wird von einer Krankenschwester unterstützt. Im Hintergrund sind Fahrzeuge auf der Straße, Bäume, ein Gebäude und ein klarer blauer Himmel zu sehen.

Hessen reformiert Pflegeunterstützung: Mehr Flexibilität für Familien und weniger Bürokratie

Hessen hat seine Pflegeunterstützungsverordnung (PfluV) aktualisiert, um die Betreuung von Menschen mit langfristigem Pflegebedarf zu verbessern. Die Änderungen zielen darauf ab, den Alltag der Betroffenen und ihrer Angehörigen durch umfassendere tägliche Unterstützung zu erleichtern und den Zugang zu Leistungen zu vereinfachen. Aktuell erhalten über 86 Prozent der pflegebedürftigen Menschen im Land Hilfe in den eigenen vier Wänden.

Mit den überarbeiteten Regelungen dürfen nun auch qualifizierte Einzelpersonen und gewerbliche Anbieter Unterstützungsleistungen erbringen. Bisher war dies nur ambulanten Pflegediensten und gemeinnützigen Trägern vorbehalten. Durch die Erweiterung sollen Familien mehr Auswahlmöglichkeiten bei der Inanspruchnahme von Hilfe erhalten.

Neu eingeführt wird E-Learning für grundlegende Pflegequalifikationen. Für ehrenamtlich Tätige in gemeinnützigen Organisationen entfallen umfangreiche Schulungen – statt eines 30-stündigen Kurses reicht künftig ein gültiger Erste-Hilfe-Nachweis. Zudem erhalten die zuständigen Anerkennungsträger mehr Spielraum bei der Bewertung von Qualifizierungskonzepten.

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Die aktualisierte Verordnung schafft starre Obergrenzen für die Vergütung täglicher Unterstützungsleistungen ab und orientiert sich stattdessen an den Sätzen zugelassener Pflegeeinrichtungen. Anträge auf Anerkennung können nun in Textform eingereicht werden, um das Verfahren zu beschleunigen. Zudem werden Tätigkeitberichte nur noch dann angefordert, wenn die Anerkennungsträger sie für erforderlich halten.

Die Neuerungen vereinfachen den Zugang zu Pflegeunterstützung und erweitern das Angebot an Leistungsanbietern. Familien in Hessen profitieren von mehr Flexibilität bei der Alltagsbegleitung, während für Ehrenamtliche und Fachkräfte die Qualifizierungswege schlanker werden. Gleichzeitig sinkt der bürokratische Aufwand – sowohl für Antragstellende als auch für die Behörden.

Quelle