Hessen schlägt zurück: Großrazzia gegen Gewaltkriminalität und Messerattacken
Julian HerrmannHessen schlägt zurück: Großrazzia gegen Gewaltkriminalität und Messerattacken
Hessen verzeichnet 2025 gemischte Kriminalitätsentwicklungen
Während die Gesamtkriminalität in Hessen um 2,9 Prozent zurückging, stiegen gewalttätige Straftaten deutlich an. Die Behörden starteten kürzlich eine großangelegte Aktion, um das Problem zu bekämpfen – mit besonderem Fokus auf Messerangriffe und öffentliche Aggression.
Der „Sicherheits-Aktionstag“ fand in allen sieben Polizeidirektionen Hessens statt. Beamte des Landeskriminalamts Hessen (LKA) leiteten die Razzia, die sich gegen Gewaltkriminalität und Messerattacken in öffentlichen Räumen richtete.
Im Rahmen der Operation wurden über 2.000 Personen kontrolliert. Die Polizei beschlagnahmte 21 Messer und nahm 37 Personen fest. Zudem wurden 11 bestehende Haftbefehle vollstreckt.
Die Bilanz zeigt eine hohe Einsatzintensität: Insgesamt wurden 258 Strafanzeigen erstattet sowie 400 Ordnungswidrigkeiten geahndet. Trotz des Anstiegs gewalttätiger Delikte gingen Messerangriffe in öffentlichen Bereichen im Vergleich zu 2024 sogar um 18,8 Prozent zurück.
Offizielle Statistiken belegen, dass Körperverletzungen im vergangenen Jahr um 5,3 Prozent zunahmen. Auch Straßenkriminalität mit gewalttätigen Straftaten stieg – 2025 wurden 8.786 Fälle registriert.
Die Aktion unterstreicht Hessens anhaltenden Kampf gegen Gewaltkriminalität, obwohl die Gesamtzahl der Straftaten rückläufig ist. Durch die Polizeimaßnahmen kam es zu Festnahmen, Beschlagnahmungen und Hunderten von Anzeigen. Der Rückgang bei Messerangriffen deutet auf erste Erfolge in Teilbereichen hin.






