Ineratec präsentiert mobile Anlage für nachhaltigen Flugkraftstoff auf der ILA Berlin 2026
Julian HerrmannIneratec präsentiert mobile Anlage für nachhaltigen Flugkraftstoff auf der ILA Berlin 2026
Auf der ILA Berlin 2026 stellte die Ineratec GmbH eine mobile Anlage zur Herstellung von nachhaltigem Flugkraftstoff vor. Das unter dem Namen „Lifeline“ präsentierte System produziert synthetischen Treibstoff direkt vor Ort – in einem kompakten, containerbasierten Design. Es ist Teil einer größeren Initiative, um die dezentrale Kraftstoffproduktion in ganz Europa auszubauen.
Die „Lifeline“-Anlage basiert auf der Technologie des „ERA ONE“-Standorts von Ineratec in Frankfurt, der ersten kommerziellen Power-to-Liquid-(PtL)-Anlage Europas. Die neue mobile Version überträgt diesen Prozess in eine transportable Einheit mit integrierten Redundanzen, die einen unterbrechungsfreien Betrieb gewährleisten.
Mithilfe der Fischer-Tropsch-Synthese wandelt die modulare Anlage erneuerbaren Strom, Wasserstoff und CO₂ in „Drop-in“-Kraftstoffe um, die den Standards von ASTM International entsprechen und mit bestehenden Flugzeugen sowie der vorhandenen Infrastruktur kompatibel sind. Jede „Lifeline“*-Einheit soll jährlich zwischen 4.000 und 7.000 Tonnen synthetischen Kraftstoff produzieren.
Das Projekt ist Teil der „Giga-PtX“-Initiative, die ein europaweites Netzwerk modularer PtL-Anlagen aufbauen will. Langfristiges Ziel ist die Bereitstellung von über 20 Millionen Tonnen synthetischem Kraftstoff pro Jahr. Zudem arbeitet Ineratec mit der Deutsche Aircraft GmbH zusammen, um diese Systeme in die Regionalflugzeugplattform D328 zu integrieren – im Rahmen ihres „Fuel-to-Flight“-Ökosystems.
Der „Lifeline“-Container verringert die Abhängigkeit von zentraler Kraftstoffinfrastruktur, indem er die lokale Produktion ermöglicht. Sein modularer Aufbau erlaubt eine skalierbare Ausweitung über den gesamten Kontinent. Die Initiative zielt darauf ab, die Verfügbarkeit von nachhaltigem Flugkraftstoff auf dem europäischen Markt deutlich zu erhöhen.






