Jugendweihe in Westthüringen feiert 170-jährige Tradition mit neuen Festen
Julian HerrmannJugendweihe in Westthüringen feiert 170-jährige Tradition mit neuen Festen
Eine alte Tradition in Westthüringen bereitet sich auf ihre jährlichen Feierlichkeiten vor
Die Jugendweihe, ein festlicher Ritus für Jugendliche zwischen 13 und 15 Jahren, markiert einen bedeutenden Schritt ins Erwachsenenleben – würdevoll und mit Sinn. Seit über 170 Jahren begleitet diese Zeremonie die jungen Menschen in der Region auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit.
Den Auftakt bildet alljährlich der Karsamstag in Dorndorf und im gesamten Wartburgkreis. In diesem Jahr finden die Feiern am 2. Mai in Bad Salzungen und am 30. Mai in Dermbach statt. Über 1.700 Jugendliche nahmen im vergangenen Jahr teil – ein Beleg für die ungebrochene Beliebtheit der Tradition.
Hinter den Kulissen organisiert der Jugendweiheverband Westthüringen die Veranstaltungen. Dazu gehören die Planung von Jugendreisen, Bildungsangeboten und Freizeitaktivitäten. Unterstützt wird er von einem Netzwerk aus Ehrenamtlichen, örtlichen Vereinen, Gruppen und Künstlern, die die Feiern mitgestalten.
Die Jugendweihe bleibt für Teilnehmer und Organisatoren gleichermaßen ein Grund zur Freude und zum Stolz. Ihre Wurzeln reichen bis ins 19. Jahrhundert zurück und machen sie zu einem tief verwurzelten Brauch in der Region.
Im Mai werden die Zeremonien erneut Familien und Gemeinden zusammenbringen. Hunderte junge Menschen werden an den feierlichen Veranstaltungen teilnehmen. Dass die Tradition bis heute lebendig bleibt, verdankt sie dem Engagement der vielen Helfer und lokalen Initiativen.






