Köln revolutioniert Wärmeversorgung mit Europas größter Flusswasser-Wärmepumpe am Rhein
Paul SimonKöln revolutioniert Wärmeversorgung mit Europas größter Flusswasser-Wärmepumpe am Rhein
Köln baut Europas größte Flusswasser-Wärmepumpe, um thermische Energie aus dem Rhein zu nutzen
Die 150-Megawatt-Anlage, entwickelt von der RheinEnergie AG, könnte bereits ab 2031 in Betrieb gehen. Sie wird Wärme aus dem Fluss entziehen und in das Kölner Fernwärmenetz einspeisen.
Die geplante Anlage wird etwa 2,5 Kubikmeter Wasser pro Sekunde fördern und es rund drei Grad kälter wieder in den Rhein zurückleiten – ohne messbare Auswirkungen auf die Gesamtwassertemperatur. Im Vollbetrieb soll die Anlage jährlich etwa 300.000 Megawattstunden Wärme erzeugen, genug für bis zu 45.000 Haushalte.
Der Standort in der Nähe der Marienbrücke wurde wegen des direkten Zugangs zum Fluss und zum Fernwärmenetz gewählt. Da das Flusswasser eine stabile Temperatur aufweist, kann das System fast ganzjährig Wärme erzeugen – mit Ausnahme der kältesten Wintermonate. Im Gegensatz zu Luft-Wärmepumpen soll dieses Verfahren die klimaneutrale Wärmeversorgung der Stadt deutlich steigern.
In Dresden nutzen bereits rund die Hälfte der Haushalte Fernwärme, mit einem jährlichen Verbrauch von 1,7 Millionen Megawattstunden. Unterdessen plant das städtische Versorgungsunternehmen in Bamberg, mit einer Wärmepumpe die Energie des Regnitz-Flusses zu erschließen. Eine kleinere 50-Megawatt-Anlage in der Region soll etwa 92 Millionen Euro kosten.
Das Kölner Projekt markiert einen wichtigen Schritt bei der Nutzung von Flusswasser für die großflächige Wärmeversorgung. Es wird Tausenden Haushalten eine stetige und nachhaltige Energiequelle bieten – eine zuverlässige Alternative zu herkömmlichen Heizmethoden.






