Krach attackiert Wegner: SPD will Berlins Mietpreise mit schärferen Regeln deckeln
Julian HerrmannKrach attackiert Wegner: SPD will Berlins Mietpreise mit schärferen Regeln deckeln
Steffen Krach, Spitzenkandidat der SPD in Berlin, hat die Wohnungsfrage zum zentralen Thema seines Wahlkampfs gemacht. Damit stellt er sich gegen den regierenden Bürgermeister Kai Wegner und fordert strengere Mietpreisbremse sowie besseren Mieterschutz vor der anstehenden Abstimmung.
Krach wirft Wegner Führungsversagen vor – unter anderem mit Verweis auf dessen Tennispartie während eines großflächigen Stromausfalls im vergangenen Jahr. Als symbolische Geste forderte er den Bürgermeister öffentlich zu einem Tennismatch heraus, doch im Kern geht es um die Wohnungspolitik. Der SPD-Kandidat besteht darauf, dass Wegner sowohl die Bundeskanzlerin als auch die eigene Partei über Berlins Pläne zur Wiedereinführung von Mietobergrenzen informieren muss.
Die explodierenden Mieten und der Wohnungsmangel stehen im Mittelpunkt von Krachs Programm. Die für Anfang 2027 geplante stadtweite Mietendatenbank bezeichnete er als „bahnbrechenden Fortschritt“, der für mehr Transparenz auf dem Markt sorgen werde. Vermieter wurden bereits gewarnt, ihre Mietverträge zu überprüfen – künftig sollen Mietpreiskontrolleure übermäßige Forderungen ahnden können.
Krach betonte zudem die Verdienste der SPD bei der Einrichtung der Berliner Mietenschiedsstelle, die bei Streitfällen vermitteln soll. Über lokale Maßnahmen hinaus setzt sich die Partei für eine bundesweite Opt-out-Klausel ein, die es Ländern ermöglichen würde, nationale Vorgaben zu umgehen und eigenständig Mietpreisbremse wieder einzuführen.
Mit den geplanten Kontrollbehörden ab 2027 und der kommenden Mietendatenbank zielen Krachs Vorschläge darauf ab, die stark gestiegenen Wohnkosten für Mieter zu begrenzen. Die Wohnungspolitik der SPD ist Teil ihrer Strategie, sich als die Kraft zu präsentieren, die Berlins drängendste städtische Herausforderungen angeht.






