Linkspartei wählt neuen Co-Chef und debattiert über Diäten-Obergrenze
Julian HerrmannLinkspartei wählt neuen Co-Chef und debattiert über Diäten-Obergrenze
Die Linkspartei hat am Freitag in Potsdam ihren Bundesparteitag eröffnet. Die dreitägige Veranstaltung steht im Zeichen der Wahl eines neuen Co-Vorsitzenden, der an der Seite von Ines Schwerdtner agieren soll. Zudem werden die Delegierten über zentrale politische Themen debattieren, darunter eine umstrittene Obergrenze für die Diäten der Abgeordneten.
Der Parteitag folgt auf die Entscheidung von Jan van Aken, aus gesundheitlichen Gründen als Co-Vorsitzender zurückzutreten. Er betonte, dass kein Anlass zur Sorge bestehe. Bisher hat nur der Bundestagsabgeordnete Luigi Pantisano seine Kandidatur für die Nachfolge van Akens angekündigt. Sein Ziel ist es, mindestens 70 Prozent der Delegiertenstimmen in der Abstimmung zu gewinnen.
Die Partei verzeichnet in den letzten Jahren einen Mitgliederschub, insbesondere durch jüngere und weibliche Mitglieder. Diese Entwicklung hat Spannungen zwischen langjährigen Parteiveteranen und den Neumitgliedern ausgelöst. Zudem werden kontroverse Debatten zur Außenpolitik erwartet, insbesondere zur Haltung der Partei gegenüber der israelischen Regierung.
Ein Antragsentwurf sieht vor, dass gewählte Funktionsträger überschüssige Einkünfte aus ihren Diäten in einen sozialen Parteifonds spenden. Die geplante Obergrenze hat sich vor der Abstimmung zu einem Streitpunkt entwickelt.
Der Parteitag dauert drei Tage. Neben der Wahl des neuen Co-Vorsitzenden werden die Delegierten interne Reformen und politische Ausrichtungen diskutieren. Die Ergebnisse werden die künftige Führung und die Prioritäten der Partei prägen.






