"Lives" gewinnt Theaterpreis und feiert queere Familienutopien auf der Bühne
Philipp Huber"Lives" gewinnt Theaterpreis und feiert queere Familienutopien auf der Bühne
Das Stück Lives hat in diesem Jahr den Wettbewerb für Junges Theater gewonnen und seinen Macher:innen 5.000 Euro sowie eine vollständige Produktion eingebracht. Die Inszenierung, die derzeit im Wiener Wein Theater in der Drachengasse zu sehen ist, erkundet moderne Familienstrukturen mit Humor und scharfem Dialog. Eine Jury wählte das Werk aus 53 Einreichungen für die 12. Auflage des Wettbewerbs aus.
Lives erzählt die Geschichte einer schwarzen Österreicherin und eines schwulen Kroaten, die sich eine Wohnung teilen und davon träumen, ein Kind großzuziehen – ganz ohne sich an traditionelle Rollenbilder zu halten. Das auf Kroatisch von Dino Pešut verfasste und von Krešimir Bobaš ins Deutsche übersetzte Stück verbindet Selbstironie, Wortspiele und Publikumseinbindung, um gesellschaftliche Normen herauszufordern.
Regie führt Isabella Sedlak, in den Hauptrollen sind Kira Lorenza Althaler und Markus Bernhard Börger zu sehen. Vor jeder Vorstellung wird ein Video der Hochzeitsfeierlichkeiten von Meghan Markle und Prinz Harry gezeigt – eine ironische Ebene, die die Themen der Inszenierung unterstreicht. Die diesjährige Produktion entsteht in Koproduktion zwischen dem Theater Drachengasse und Bar&Co und knüpft an das Gewinnerkonzept des Vorjahres, My home is my castle, an.
Lives bleibt im Rahmen des Preispakets weiter im Spielplan des Wein Theaters. Der mit 5.000 Euro dotierte Preis und der Auftrag für eine vollständige Produktion unterstreichen die fortgesetzte Förderung des Wettbewerbs für mutiges, experimentelles Theater. Über öffentliche Reaktionen auf die ironische Verwendung der königlichen Hochzeitsaufnahmen wurde in lokalen Medien bisher nicht berichtet.






